Sport : SC Freiburg - 1860 München: Das jähe Ende der Rekordserie

Der TSV 1860 München hat der Rekordserie des SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga ein Ende gesetzt. Mit 3:0 (2:0) siegten die Münchner in Freiburg und fügten dem Sportclub nach zehn Spielen die erste Niederlage seit dem 11. November 2000 zu. Der Bulgare Daniel Borimirow brachte den TSV mit seinen ersten beiden Saisontoren vor 25 000 Zuschauern im ausverkauften Dreisamstadion in der 36. und 44. Minute vor der Pause in Führung. Markus Schroth (50.) erhöhte in der zweiten Hälfte. Freiburg verpasste durch die dritte Heimniederlage den Sprung auf die Uefa-Cup-Plätze. Die Münchner bannten durch ihren höchsten Saisonsieg den drohenden Absturz in die Abstiegsregion.

1860-Trainer Werner Lorant musste seine ohnehin dezimierte Mannschaft kurzfristig umbauen. Regisseur Thomas Häßler blieb mit einer Grippe in München. Für ihn rückte Borimirow in die Mannschaft. Der Ersatzmann rechtfertigte seinen Einsatz. In der 36. Minute nutzte der Bulgare die erste gute Gelegenheit des TSV nach Vorlage von Schroth aus kurzer Distanz zur Führung. Es war das erste Gegentor von Freiburgs Torwart Richard Golz nach 510 Minuten. Die zuletzt besonders gelobte Freiburger Abwehr wirkte ohne den gesperrten Oumar Kondé nicht so solide wie zuletzt.

Wenig später sorgte Golz ungewollt für die Vorlage zum 0:2. Sein Befreiungsschlag landete direkt vor den Füßen von Martin Max. Den folgenden Abpraller nutzte Borimirow zu seinem zweiten Tor. Bis dahin hatten die Freiburger trotz Problemen im Spielaufbau die besseren Torchancen. Weißhaupt (32.) scheiterte mit einem Drehschuss am TSV-Torwart Simon Jentzsch. Michael Zeyer (36.) traf unmittelbar vor der Gäste-Führung mit einem Kopfball die Latte.

Die ohne fünf Stammspieler angetretenen Münchner agierten clever und kompakt. Mit intensiver Manndeckung unterbanden sie das Kurzpassspiel der Freiburger. Kurz nach der Pause sorgte Schroth für die Entscheidung. Mit einem herrlichen Schuss aus 14 Metern überwand er den diesmal chancenlosen Golz, der erstmals in dieser Saison in einem Heimspiel mehr als ein Gegentor hinnehmen musste. Freiburgs Trainer Volker Finke versuchte wie eine Woche zuvor beim 2:0 in Cottbus, mit der Einwechslung von Stümer Regis Dorn mehr Druck zu entfachen. Der Franzose blieb jedoch ebenso harmlos wie seine Mannschaftskollegen.

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