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SC Freiburg - Eintracht Frankfurt 0:0 : Müde Nullnummer im Verfolgerduell

Kein Spektakel und nicht mal ein Tor haben die beiden Überraschungsmannschaften SC Freiburg und Eintracht Frankfurt im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga geboten.

Oliver Trust
Luftduell. Frankfurt hält die Freiburger nach dem Unentschieden auf Distanz.
Luftduell. Frankfurt hält die Freiburger nach dem Unentschieden auf Distanz.Foto: AFP

Vor kurzem haben sich Freiburgs Trainer Christian Streich und sein Frankfurter Kollege Armin Veh auf einer Trainer-Tagung über Fußball unterhalten und Ansichten ausgetauscht. Sie hatten richtig Spaß und müssen dabei die Kniffe des jeweils anderen noch besser verstanden haben. Denn beim 0:0 zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt konnte am Freitagabend keiner der Trainer den anderen entscheidend übertrumpfen. Spaß hatten vor 23 400 Zuschauern aber beide Fußballlehrer. Die Begegnung bot zwar Tempo, viele Zweikämpfe – jedoch keine Tore. Doch damit konnten die beiden Taktik-Freunde gut leben. Die Hessen halten damit als Vierter die Konkurrenz um den Platz zur Champions-League-Qualifikation auf Distanz, Freiburg bleibt dahinter in Lauerstellung.

Dass Streich seine Coachingzone selbstständig um ein paar Zentimeter ausdehnt, ist nicht ungewöhnlich. Meist handelt es sich um kurze Stippvisiten, nach denen sich der 48-Jährige bald wieder zurückzieht. Dieses Mal war der südbadische Coach länger dort als sonst. Er versuchte mit Gesten und Anweisungen das Spiel seiner Mannschaft zu ordnen. Manchmal sah das gegen gut organisierte Frankfurter in Hälfte eins fast ein wenig verzweifelt aus. Zwei bis dreimal rief Streich sogar einen Spieler zu sich, um eine längere Taktikschulung durchzuführen.

Was Streich sonst gerne im Training macht, musste diesmal als Speed-Dating-Termin passieren, denn seine Mannschaft kam mit dem aufmerksamen Frankfurter Mittelfeld nicht gut klar. Freiburg musste mehr Löcher stopfen als es Streich lieb sein konnte. Das reifere Spiel zeigten die Frankfurter mit ihrem konsequenten Pressing in einer Mittelfeldraute. Freiburg hatte in der ersten Hälfte kaum einmal eine Chance, die nach Gefahr roch.

Anders die Eintracht. Deren Trainer Armin Veh hatte speziell für diese Partie das System geändert. Auch er tauchte an der Seitenlinie auf, allerdings aus anderem Grund. Er ärgerte sich einige Male über zu unaufmerksame Stürmer, die ihre Angriffe schlampig ausspielten. Als die Frankfurter, die ohne Srdjan Lakic und Takashi Inui antreten mussten, ein Tor durch Stefan Aigner schossen, zählte das wegen Abseitsstellung (12. Minute) nicht.

Die Offensivkraft der Eintracht setzte sich fort und trieb Streich immer wieder an die Linie. Das intensive Mittelfeldspiel auf beiden Seiten führte zu vielen Zweikämpfen und leichten Ballverlusten.Nach der Pause hatten sich die Freiburger besser auf die Eintracht-Überlegenheit im Mittelfeld eingestellt. Und kamen zu einigen Chancen, etwa durch Pavel Krmas Kopfball (65.), den Stefano Celozzi zur Ecke klärte. Kaum eine Minute später musste Celozzi den Ball nach einer Möglichkeit für Matthias Ginter von der eigenen Torlinie köpfen. In der 76. Minute scheiterte Max Kruse an Eintracht-Torwart Kevin Trapp, der im letzten Moment rettete. In der 86. köpfte Johannes Flum über das Tor. Jetzt hatte Freiburg eindeutig die Vorteile auf seiner Seite und Eintracht eine Menge Glück.

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