SC Freiburg : Finke-Anhänger können Präsident Stocker nichts anhaben

Der Vorstand des Zweitligisten SC Freiburg ist gestärkt aus dem Theater um Ex-Trainer Volker Finke hervorgegangen. Bei der Mitgliederversammlung wurde das Präsidium mit großer Mehrheit entlastet.

Achim Stocker
Achim Stocker und sein Präsidium mussten sich vor den Mitgliedern rechtfertigen. -Foto: dpa

FreiburgDurch die Abstimmung schmetterten die etwa 1000 anwesenden Mitglieder auch zwei Anträge ab, die der Pro-Finke-Fraktion zugerechnet wurden: Diese beinhalteten eine Einzelentlastung der Vorstandsmitglieder sowie eine geheime Abstimmung aller Anträge. Erst gar nicht zur Abstimmung kam der Antrag, wonach Finke ordentliches Mitglied des Vereins werden sollte.

Dieser war nach Clubangaben juristisch nicht zulässig. "Zu gegebener Zeit", wie es Stocker bereits zuvor formuliert hatte, soll Finke Ehrenmitglied werden. Der Präsident verteidigte im Paulussaal seine Entscheidung vom vergangenen Dezember, Finke nach 16 Dienstjahren am Saisonende den Stuhl vor die Tür zu setzen. Angesichts des damals drohenden Abstiegs und des Einbruchs bei den Zuschauerzahlen sei die Situation "furchtbar" gewesen: "Wir hatten Angst vor der Regionalliga."

Dem über viele Jahre sehr erfolgreichen Finke habe am Ende "Verschleiß und fehlende Fortune" zu schaffen gemacht. Stocker sowie seine Vorstandskollegen Martin Weimer, Fritz Keller und Heinrich Breit wurde von den Mitliedern mit Applaus und "Bravo"-Rufen gefeiert. Wahlen standen nicht an. (mit dpa)

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