Sport : SC Freiburg - Werder Bremen: In Torlaune

Der SC Freiburg schießt auch in der neuen Saison gern viele Tore. Die Breisgauer erwischten beim 3:0 (0:0) über Werder Bremen einen Auftakt nach Maß und setzten die Hanseaten nach deren Ausscheiden im UI-Cup bereits nach dem ersten Spieltag unter Erfolgsdruck.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de "Die größere Summe der Torchancen lag auf unserer Seite, deshalb ist der Sieg verdient", zog Freiburgs Trainer Volker Finke ein durchweg positives Fazit. "Ich war in vielen Abschnitten mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden", sagte Finke weiter. Freiburg war mit viel Tempo in das Spiel gegangen. Vor allem der russische Mittelfeldspieler But variierte das Kurzpassspiel des Sportclubs mit langen Bällen und riss das Spiel an sich. Allerdings sprang dabei nur eine Einschussmöglichkeit durch Tanko heraus, der von einem Ballverlust Krstajics profitierte (3.). Danach fehlte den Gastgebern zunächst die Entschlossenheit, um weitere Chancen herauszuspielen. Nach der Pause kam jedoch der zweite Angriffsschwung und mit ihm eine Reihe von Chancen.

Allerdings ebnete erst ein umstrittener Strafstoß den Gastgebern den Sieg. Levan Kobiaschwili erzielte in der 50. Minute das 1:0 per Foulelfmeter. Nach einer harmlosen Rempelei von Werders Verteidiger Mladen Krstajic an Andreas Zeyer hatte Schiedsrichter Hartmut Strampe völlig überraschend auf den Elfmeterpunkt gezeigt.

"Es ist sehr ärgerlich, dass der Schiedsrichter diese Partie entschieden hat und nicht die Mannschaften mit ihren Leistungen", reagierte Bremens Trainer Thomas Schaaf verärgert. "Bei einer ähnlichen Situation im Freiburger Strafraum blieb der Pfiff aus", erregte sich Schaaf. Der Coach spielte damit auf ein Foul von Omar Konde an dem in der 76. Minute eingewechselten peruanischen Neuzugang Roberto Silva an. "Ich bin ihm in die Hacken gelaufen. Das hätte man pfeifen können", gestand Konde nach dem Schlusspfiff ein.

Statt des möglichen Ausgleichs nutzten die Freiburger, die in der ersten Halbzeit mit der defensiven Spielweise der Gäste große Probleme hatten, den Raum für gefährliche Konter. Ibrahim Tanko schloss drei Minuten vor Schluss einen der schnellen Tempogegenstöße zum vorentscheidenden 2:0 ab. Ismail Coulibaly stellte schließlich mit einem hart geschossenen Freistoß aus 20 Metern den 3:0-Endstand her. Zuvor war der Bremer Kanadier Paul Stalteri (83.) wegen Handspiels mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz geflogen. "Jetzt stehen wir nächste Woche zu Hause gegen Cottbus gleich unter Druck", sagte Schaaf, der seinen Spielmacher Andreas Herzog als hängende Spitze hinter Stürmer Ailton aufgeboten hatte. "Ich wollte dem Freiburger Kombinationsspiel keinen Platz bieten", erklärte er später. Geklappt hat das nicht.

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