Sport : SCC sammelt Kräfte für das Halbfinale

Volleyball-Bundesligist trifft auf den Moerser SC

Karsten Doneck

Berlin - Michael Warms Behauptung klingt recht kühn. „Der Moerser SC“, sagt der Trainer des Volleyball-Bundesligisten SC Charlottenburg, „ist uns haushoch überlegen, wenn man allein auf die Vita der einzelnen Spieler schaut.“ Nun ja: Immerhin hat der SCC diese haushoch überlegenen Moerser am letzten Spieltag der Bundesliga-Normalrunde in eigener Halle mit 3:0 abgefertigt. Knapp zweieinhalb Wochen später begegnen sich beide Mannschaften schon wieder – und zwar im Play-off-Halbfinale um die deutsche Meisterschaft (Best of three), erstmals am 1. April (20.15 Uhr, Sömmeringhalle). Und Warm verkündet unverdrossen: „Wir sind nicht Favorit.“

Mit zwei souverän herausgeschmetterten 3:0-Siegen gegen die SG Eltmann im Viertelfinale ist der SCC in die Runde der letzten Vier vorgestoßen. Grund genug für Michael Warm, der Mannschaft über Ostern zwei trainingsfreie Tage zu gönnen. „Die Spieler sollen Kräfte sammeln, sich außerdem mal etwas ablenken vom Volleyball“, begründet der Trainer seine Maßnahme. Gegen Moers, das sich ebenfalls in nur zwei Spielen gegen den VC Leipzig (3:0/3:1) für das Halbfinale qualifiziert hat, ist volle Konzentration gefragt. Spieler wie Georg Grozer, dem Warm bescheinigt, „derzeit der gewaltigste Angreifer der Liga“ zu sein, und der bereits 37-jährige niederländische Außenangreifer Guido Görtzen verlangen beim SCC höchste Aufmerksamkeit.

Aber auch Michael Warm muss zugeben: „Als Team spielen wir mittlerweile sehr strukturiert, als Team sind wir vielleicht einen Tick besser.“ Dazu kommt die Heimstärke. Nur einmal verlor der SCC in dieser Saison ein Bundesligaspiel in eigener Halle, und das – wie sollte es anders sein – gegen den VfB Friedrichshafen, der ohnehin in allen Spielen ungeschlagen blieb. Diese Heimstärke des SCC könnte gegen Moers entscheidend sein, wären die Charlottenburger doch aufgrund ihrer besseren Platzierung nach der Normalrunde in einem möglichen dritten und letzten Spiel Gastgeber. So weit mag Michael Warm indes nicht denken. „Wir müssen erst einmal zusehen, aus dem ersten Spiel gut rauszukommen“, sagt er. Karsten Doneck

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