Sport : SCC unterliegt Düren unglücklich 1:3

Karsten Doneck

Berlin - Das Spiel war vorbei, da sah Sebastian Prüsener noch Gelb. Dabei hatte der Außenangreifer des Volleyball-Bundesligisten SC Charlottenburg nichts weiter gemacht, als die Hauptschiedsrichterin zu loben. „Superspiel, klasse gemacht“, sagte Prüsener zu Heike Kraft. Allerdings lag viel Bitterkeit und Häme in seiner Stimme. Bei der 1:3 (26:24, 22:25, 21:25, 23:25)-Niederlage im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Evivo Düren fühlte sich der SCC von der Spielleiterin gründlich verschaukelt. „Diese Frau wird nie wieder bei uns pfeifen, sonst ziehen wir die Mannschaft aus der Bundesliga zurück“, drohte Kaweh Niroomand, der SCC-Manager. Den Stein des Anstoßes in einem hochklassigen Duell vor 2150 Zuschauern in der Sömmeringhalle gab der dritte Satz, als sich der SCC beim Stande 1:1 nach Sätzen und einer 18:15-Führung umstrittenen Entscheidungen ausgesetzt sah. Der SCC kam aus dem Rhythmus, geriet 18:22 in Rückstand, verlor Satz und Spiel. „Ich hätte mir unsere Mannschaft etwas cooler in den strittigen Situationen gewünscht“, sagte Niroomand.

Trainer Michael Warm beteuerte nachher, Kraft habe den SCC schon zuvor in vier, fünf Spielen benachteiligt. Geschäftsführer Günther Trotz will heute ein Schreiben an die Schiedsrichter-Kommission des Deutschen Volleyball-Verbandes aufsetzen, indem er mitteilt, dass der SCC bei all seinen künftigen Spielen Kraft als neutrale Instanz ablehnen wird. Und Sebastian Prüsener fasste seine Meinung noch einmal prägnant zusammen: „Diese Frau geht mir einfach bei unseren Spielen richtig auf den Sack.“

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