Sport : SCC unterliegt nach Kraftakt doch noch 2:3

Hermann Hummler

Friedrichshafen - Den VfB Friedrichshafen verglich Michael Warm, der Trainer des Volleyball-Bundesligisten SCC Berlin, mit einem internationalen Konzern, seine eigene Mannschaft dagegen beschrieb er bescheiden als „mittelständisches Unternehmen“. Aber seine „Angestellten“ begannen das erste von maximal fünf Spielen um die deutsche Volleyball-Meisterschaft, als wäre ihnen der angeblich himmelweite Unterschied völlig egal. Denn die 3200 Fans in der Arena Friedrichshafen mussten gestern Abend lange zittern, ehe sich der Rekordmeister 3:2 (23:35, 25:13, 24:26, 25:18, 15:11) durchgesetzt hatte. „Das war noch nicht alles, was wir gezeigt haben“, sagte Warm zu der knappen Niederlage. „Da ist noch Potenzial.“

Der erste Satz war bis zum 13:13 völlig ausgeglichen. Dann unterliefen den Gastgebern einige ungewohnte Fehler, und prompt führten die Berliner mit drei Punkten Vorsprung. Genug, um kurz darauf den Satz zu gewinnen. Der SCC verwandelte schon den ersten Satzball durch Mark Dodds zum 25:23. Jaroslav Skach, Aleksandar Spirovski, Felix Fischer, Dirk Westphal (immer wieder durch Frank Bachmann ersetzt) , Marcus Böhme und Sebastian Prüsener konnten ihr hohes Niveau danach allerdings nicht halten. Der VfB steigerte sich, damit wurde der zweite Satz eine klare Angelegenheit für die Gastgeber (25:13). Auch im dritten Satz lag der SCC immer wieder zurück, gab aber nie auf und sicherte sich durch einen bemerkenswerten Kraftakt noch den Sieg (26:24). Doch ein weiteren Kraftakt gelang den Berlinern nicht mehr, die restlichen Sätze gingen an Friedrichshafen.

Das nächste Spiel, in Berlin, findet am Dienstag statt. Hermann Hummler

0 Kommentare

Neuester Kommentar