Sport : SCC-Volleyballer scheitern im Pokalhalbfinale 1:3 an Moers

Karsten Doneck

Berlin - Michael Warm hatte das richtige Gespür. „Es wird verdammt schwer“, orakelte der Trainer vor dem Halbfinale im deutschen Volleyball-Pokal gegen den Moerser SC. Warm irrte nicht. Das sich seine Mannschaft, der SC Charlottenburg, allerdings derart ungeschickt, mitunter gar hilflos anstellen würde, hatte wohl kaum einer unter den nur 500 Zuschauern in der Sömmeringhalle ernsthaft in Erwägung gezogen. Moers gewann mit 3:1 (25:17, 19:25, 25:20, 25:21 ) und zog völlig verdient ins Endspiel am 4. März in Halle (Westfalen) ein, zu dem wieder wie im Vorjahr ein mit 11 000 Zuschauern ausverkauftes Gerry-Weber-Stadion erwartet wird. Gegner ist der Sieger des zweiten Halbfinales von heute zwischen Pokalverteidiger VfB Friedrichshafen und VV Leipzig.

Der SCC hatte sich noch im Viertelfinale beim 3:0 in Wuppertal in prächtiger Verfassung gezeigt. Übrig geblieben ist davon nichts. Allein schon die Aufgaben wirkten eher wie ein Stück Selbstaufgabe, in Block und Annahme offenbarten sich für ein vermeintliches Spitzenteam ungewöhnliche Schwächen. „Vielleicht müssen wir uns damit abfinden, dass wir in dieser Saison in Deutschland nicht zur Spitze im Volleyball zählen“, lautete das bittere und wohl wahre Fazit von SCC-Manager Kaweh Niroomand.

Selbst der gewonnene zweite Satz wurde für die Charlottenburger zwischenzeitlich zur Zitterpartie. Da hatten sie eine 9:8-Führung auf 16:8 ausgebaut, büßten diesen Vorsprung aber fast noch ein. Moers kam auf 17:19 heran. Erst das 21:17 durch Jovan Vukanovic brach den Widerstand der Gäste – allerdings nur für diesen einen Satz. Moers glänzte nicht, brachte aber Leidenschaft ins Spiel. Ein Element, dass dem emotionslos dahinspielenden SCC bis zum Ende nahezu völlig fehlte.

0 Kommentare

Neuester Kommentar