Sport : SCC-Volleyballer unterliegen 0:3 in Friedrichshafen und scheiden aus

Hermann Hummler

Friedrichshafen - Alle Augen in der ZF-Arena schauten beim Einschlagen auf einen Mann: Georg Grozer. Der Diagonalangreifer des VfB Friedrichshafen hatte sich im zweiten Spiel am Sonntag kurz vor Spielende verletzt, es war fraglich, wie fit er in der dritten Partie spielen könnte. „Mal sehen, was wird“, sagte Trainer Stelian Moculescu. Die Spieler des SCC Berlin witterten eine Gelegenheit, Friedrichshafen zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren in eigener Halle besiegen zu können. Doch es gelang nicht. Friedrichshafen siegte beim 3:0 (25:18, 25:19, 25:16) zum dritten Mal im dritten Spiel und zieht mit 3:0 nach Siegen ins Finale um die deutsche Meisterschaft ein. Dort trifft das Team von Trainer Stelian Moculescu auf den Pokalsieger Haching, der Düren 3:1 (25:18, 14:25, 25:16, 25:21) besiegte und ebenfalls ohne Halbfinal-Niederlage im Endspiel steht.

Zunächst hatte sich Friedrichshafen einem seine Chancen suchenden SCC gegenüber gesehen. Die Berliner führten mit 12:9, spielten aber zu fehlerhaft und holten den VfB wieder zurück in die Partie (15:16). Den dritten Satzball verwandelte Idi zum 18:25.

Grozers Bein hatte gehalten und der 26-Jährige stand auch nach dem Wechsel wieder im Blickpunkt: Mit einem Block gegen Hidalgo, der nicht wusste, wie ihm geschah. Das galt aber auch für seine Klubkollegen, die, völlig von der Rolle, von einem überzeugenden VfB vor sich hergetrieben wurden. Da half die Einwechslung von Allan van de Loo für Smedis beim Stand von 4:13 nichts. Auch der neue Zuspieler Christoph Schwarz konnte sein Team im zweiten Satz gegen den überragenden Grozer nicht mehr stabilisieren.

Noch einen Satz vom Finale entfernt ließ Friedrichshafen in seiner Konzentration nicht nach. VfB-Manager Stefan Mau schaute dem einseitigen Treiben mit Vergnügen zu, bis zum Matchball. Den verwandelte wie abgesprochen Georg Grozer. „Wir haben heute ein schönes Spiel gemacht“, sagte Stefan Mau, „der SCC hat im Laufe der Partie nicht mehr an sich geglaubt.“ Hermann Hummler

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