SCC : Bitterer Erfolg für den SCC

Zwar erreichen die Berliner Volleyballer gegen Düren souverän das Play-off-Halbfinale. Doch Aleksandar Spirovski verletzt sich dabei und fällt wahrscheinlich länger aus.

Für die Spieler des SC Charlottenburg war Düren in der Vergangenheit nie ein beliebtes Ausflugsziel. Nach dem 3:0-Erfolg im ersten Spiel des Viertelfinals in der deutschen Meisterschaft waren die Voraussetzungen für die Berliner Volleyballer aber nicht schlecht. Und dieses Mal behielten die Berliner auch in der ungeliebten Arena Kreis Düren die Nerven. Mit dem 3:1 (25:22, 23:25, 25:20, 25:23)- Sieg in der Best-of-three-Serie schaffte der SCC vorzeitig den Einzug ins Halbfinale der Play-offs.

Die Stimmung allerdings war trotz des souveränen Erfolgs nach dem Spiel getrübt. „Wir haben diesen Sieg teuer bezahlt“, sagte SCC-Manager Kaweh Niroomand. Beim Stand von 5:5 im dritten Satz kam Diagonalspieler Aleksandar Spirovski nach einem Block unglücklich auf und verdrehte sich das Knie. Minutenlang war das Spiel unterbrochen, der Serbe wurde schließlich vom Platz getragen und Sebastian Fuchs kam für ihn hinein. Wie schlimm die Verletzung tatsächlich ist, konnte unmittelbar nach dem Spiel noch niemand sagen. „Wahrscheinlich ist es der Außenmeniskus“, gab Niroomand die erste Einschätzung der Ärzte wieder. „Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass Spirovski im Halbfinale spielen kann.“

Dabei muss die Mannschaft von Trainer Michael Warm nun gegen den Deutschen Meister VfB Friedrichshafen antreten, der den TV Rottenburg am Mittwoch 3:0 (25:16, 25:23, 25:19) bezwang. Niroomand bemühte sich dennoch, Optimismus zu verbreiten: „Wir dürfen jetzt nicht jammern. Die Bank ist gut besetzt, Michael Warm kann jeden einwechseln. Schließlich haben wir den Ausfall von Spirovski heute auch gut weggesteckt.“

Den Berlinern gelang der erste Sieg in Düren dem Auftakt der Play-off-Halbfinalserie 2007, die der SCC dann aber noch 1:2 verlor. Gegen den Vizemeister von 2005, 2006 und 2007 ließen sich die Berliner dieses Mal nicht aus der Ruhe bringen. Niroomand war deswegen durchaus zufrieden: „In Düren ist es nie einfach, aber wir haben im Gegensatz zu früher immer dagegen gehalten. Moral und Einstellung haben absolut gestimmt.“ Und dennoch: So richtig glücklich klang der Manager nach der Verletzung eines seiner wichtigsten Spieler nicht. Tsp

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