Volleyball-Bundesliga : SCC scheitert an Pfiffen und eigenen Fehlern

2700 pfeifende Zuschauer brachten die Volleyballer des SCC im Play-off-Halbfinale in Friedrichshafen aus der Fassung und verhinderten einen Berliner Sieg. "Wir haben gegen eine Wand gespielt", sagt Trainer Michael Warm.

Frank Bachner

Berlin - Gnadenlos gellten die Pfiffe. Bei jedem Aufschlag des SCC: 2700 Zuschauer, vereint in einem Störmanöver. Das steckt keiner problemlos weg, jedenfalls keiner vom SC Charlottenburg. „Wir haben gegen eine Wand gespielt“, sagt Trainer Michael Warm. Und am Ende haben sie noch verloren. 2:3 (22:25, 25:22, 25:21, 21:25, 5:15) in der ZF-Arena in Friedrichshafen, gegen den Volleyball-Rekordmeister VfB Friedrichshafen. Aber der SCC war nahe dran an der Überraschung im ersten Spiel der Play-off-Halbfinalserie. „Wir haben Fehler gemacht, die unnötig waren.“

Beim Aufschlag und in der Annahme hatte Friedrichshafen Vorteile. „Auch bei den Angriffen mit hohen Bällen müssen wir noch besser werden“, sagt der SCC-Trainer. Diagonalangreifer Sebastian Fuchs „spielte besser, als man es erwarten durfte“, aber dafür agierte Jiri Popelka eher durchschnittlich. Es nützte nichts, dass der SCC 2:1 nach Sätzen führte, Friedrichshafen gab nicht auf; gerade im vierten Satz „hatten wir ein paar Situationen, in denen wir nicht optimal gespielt haben“ (Warm). Und im fünften Satz verwandelte Sung-Min Moon gleich fünf Aufschläge für den VfB.

Nun spielen die Berliner zu Hause, am Samstag in der Schmeling-Halle (19 Uhr). Warm hofft, dass dann die SCC-Fans für eine große Show sorgen. Ein Pfeifkonzert können sich die Fans allerdings sparen, sagt Warm. Einmal so ein Getöse reicht ihm. „So etwas ist man hier nicht gewohnt, das erinnerte ja eher an Griechenland.“

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