Volleyball : SCC siegt souverän im Pokal

Die Berliner Volleyballer setzen sich gegen dezimierte Wuppertaler mit 3:0 durch und müssen im Halbfinale in Moers antreten.

Anke Myrrhe

Es war beim Stand von 21:17 im ersten Satz, als der Hallensprecher eine Auswechslung ankündigte. Vom Feld ging der angeschlagene Oliver Gies und eingewechselt wurde: Jens Larsen, 39 Jahre alt und Trainer der Wuppertal Titans. Weil zwei seiner ohnehin nur acht Volleyballprofis krank waren, musste der Trainer selbst ran. Es half nichts. Im Pokalwettbewerb setzten sich die Gastgeber vom SC Charlottenburg klar mit 3:0 (25:23, 25:23, 25:15) durch.

Dabei fiel es den Favoriten aus Berlin anfangs sichtlich schwer, sich für das Viertelfinalspiel zu motivieren. Aufgrund der angespannten Situation der Wuppertaler, die nach dem Ausstieg des Hauptsponsors mit nur acht Spielern um den Verbleib in der Liga kämpfen, holte sich Trainer Larsen wieder eine Lizenz und spielte gestern fast drei Sätze durch. Zumindest erkämpften sich die Gäste vor nur 500 Zuschauern in der Sömmeringhalle in den ersten beiden Sätzen knappe 23:25-Niederlagen, dann allerdings war besonders beim nicht mehr ganz austrainierten Larsen die Kondition am Ende. 25:15 ging der dritte Durchgang an den SCC, der im Verlauf der Partie doch ins Spiel fand. „Wir waren heute nicht konzentriert, haben zu viele Fehler gemacht“, sagte Michael Warm.

Der SCC-Trainer wollte seinem Team aber keinen Vorwurf machen. Denn die meisten waren gedanklich bereits in Teruel, wo der SCC am Mittwoch zum Rückspiel im europäischen Challenge Cup antreten muss. Die dezimierten Wuppertaler dienten als Aufbaugegner, gegen den Michael Warm einige Spieler testen konnte. Denn Außenangreifer Jiri Popelka fällt weiter verletzt aus. Im Pokal ist der SCC erst einmal weiter vertreten, muss aber zum Halbfinale Ende Dezember in Moers antreten. Ein weiteres schweres Spiel, denn das erwünschte Heimspiel blieb den Berlinern verwehrt. Und dieser Gegner wird sicher nicht mit einem Trainer auflaufen.

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