Volleyball : SCC-Spieler träumen vom Titel

Nach fünf Siegen wollen die Volleyballer mehr.

Dominik Bardow

Berlin - Salvador Hidalgo Oliva hatte gerade mit seinen Mitspielern des SC Charlottenburg eine Ehrenrunde unter dem Applaus von 4235 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle gedreht, da sagte er: „Wir wollen einen Titel diese Saison, Meisterschaft oder Pokal.“ Die forsche Ansage war nicht etwa der Euphorie nach dem 3:0 (25:19, 25:15, 25:14)-Sieg über die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen am neunten Spieltag der Volleyball-Bundesliga geschuldet. „Wir haben in der Mannschaft geredet, das ist unser Ziel“, sagte der Kubaner.

Nach dem mäßigen Saisonstart mit zwei Niederlagen in den ersten drei Spielen fühlt sich der Tabellenvierte nun zu Höherem berufen. „Wir sind wesentlich stabiler als noch vor vier Wochen“, stellte Manager Kaweh Niroomand zufrieden fest. Der Heimsieg über die Netzhoppers war bereits der fünfte Pflichtspielerfolg in Serie. Sebastian Fuchs, mit 15 Punkten bester Spieler des SCC gegen Königs Wusterhausen, analysierte: „Wir haben uns am eigenen Schopf aus der Krise gezogen.“ Zum Saisonbeginn hätten noch einige Spieler bei ein paar Punkten Rückstand den Kopf hängen lassen, „jetzt weiß jeder, dass er sich auf seinen Mitspieler verlassen kann.“ Sebastian Fuchs ist davon überzeugt, dass selbst der Serienmeister und aktuelle Tabellenführer VfB Friedrichshafen, bei dem der SCC Anfang November noch 1:3 unterlag, in der aktuellen Form nicht mehr übermächtig ist. „Wenn wir den Volleyball spielen, den wir spielen können, dann können wir jeden in der Liga schlagen“, sagt Fuchs. Doch die Verantwortlichen bremsen bereits die Euphorie der Spieler. „Wir reden nicht von der Meisterschaft, sondern denken nur von Spiel zu Spiel“, sagt Trainer Andrej Urnaut und Niroomand mahnt: „Die Mannschaft muss sich noch weiter wesentlich stabilisieren.“ Dazu gibt es im Dezember zahlreiche Möglichkeiten: Die Charlottenburger bestreiten noch zwei Ligaspiele, ein Pokal-Viertelfinale, ein mögliches Halbfinale. Weiter geht es bereits am Mittwoch: im Europacup-Rückspiel gegen den TSV Hartberg. Dominik Bardow

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