Schach : Kramnik bleibt "König von Dortmund"

In Dortmund fühlt sich Wladimir Kramnik besonders wohl. Der Schachweltmeister hat zum achten Mal das stark besetzte Sparkassen Chess-Meeting gewonnen.

Dagobert Kohlmeyer[dpa]

DortmundWladimir Kramnik war in Dortmund eine Klasse für sich. Schon zum achten Mal gewann der Weltmeister aus Russland das Sparkassen Chess-Meeting in seinem Revier. Ein Remis in der Schlussrunde gegen seinen jungen Landsmann Jewgeni Alexejew genügte dem 32-jährigen Figurenkünstler, um mit 5 Punkten aus 7 Partien den zweitstärksten Schachwettbewerb des Jahres überlegen für sich zu entscheiden.

"Nach einer kurzen Erholungspause werde ich mich gezielt auf das WM-Turnier in Mexiko vorbereiten", erklärte der Seriensieger nach dem letzten Zug. "Ich befinde mich in guter Form und will auch beim Jahreshöhepunkt gewinnen." Als schärfste WM-Rivalen sieht Kramnik, der in der Juli-Weltrangliste auf den zweiten Platz vorrückte, den Ranglisten-Ersten Viswanathan Anand (Indien) und den Ungarn Peter Leko an.

Anand wurde bei den Dortmunder Schachtagen nur Vierter. Zuletzt trennte er sich vom erst 16-jährigen Großmeister Magnus Carlsen (Norwegen) Remis. Leko kämpfte in der letzten Runde am Sonntag sieben Stunden gegen Shakryar Mamedjarow (Aserbaidschan) um den zweiten Platz im Gesamtklassement. Nach dem 107. Zug stellte er seine Gewinnbemühungen ein. Durch das Remis wurde Leko mit 4 Punkten nach Feinwertung Dritter hinter dem punktgleichen Russen Jewgeni Alexejew. Der deutsche Großmeister und Lokalmatador Arkadij Naiditsch (Dortmund) landete abgeschlagen mit 2 Punkten auf dem achten Platz.

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