Schach-WM : Remis nach 32 Zügen - Kramnik: "Mehr gab die Partie nicht her"

Im ersten Aufeinandertreffen von Titelverteidiger Anand und Herausforderer Kramnik bei der Schach-WM in Bonn gab es keinen Sieger. "Die Stellung erfordert ein Remis", erklärten beide übereinstimmend nach 32 Zügen.

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Kramnik (r.) und Weltmeister Anand. -Foto: dpa

BonnDer Kampf um die Schachkrone hat mit einer Punkteteilung begonnen. Herausforderer Wladimir Kramnik aus Russland und der Titelverteidiger, der Inder Viswanathan Anand, einigten sich im ersten Spiel der Schachweltmeisterschaft in Bonn auf ein Remis. Nach 32 Zügen stellten beide Großmeister ihre Gewinnversuche ein. "Die Stellung erforderte ein Remis", erklärten die WM-Finalisten übereinstimmend nach der umkämpften dreistündigen Partie.

Kramnik begann mit den weißen Figuren und eröffnete mit dem Doppelschritt seines Damenbauern. Für den verhinderten Bundesfinanzminister und WM-Schirmherren Peer Steinbrück führte der Vorstandsvorsitzende des Hauptsponsors Evonik und frühere Wirtschaftsminister Werner Müller symbolisch den ersten Zug aus. Anand wählte die Slawische Verteidigung des Damengambits und gab in der Eröffnung einen Bauern.

Russe mit leichten Vorteilen

Kramnik hatte minimale Stellungsvorteile und übte leichten Druck auf die Position des Weltmeisters aus, konnte aber keine spürbare Überlegenheit erreichen. Durch geschickte Verteidigungsmanöver hielt Anand das Spiel immer im Gleichgewicht. Nach 32 Zügen trafen sich ihre Blicke, und beide Kontrahenten reichten sich die Hand zum Friedensschluss. "Ich habe alles versucht, aber mehr war aus der Partie nicht herauszuholen", erklärte Kramnik.

Das Auftaktspiel in der gut besuchten Bundeskunsthalle in Bonn wurde von vielen Schach-Persönlichkeiten beobachtet, unter ihnen der Präsident des Deutschen Schachbundes, Robert von Weizsäcker, sowie der ehemalige WM-Kandidat Robert Hübner. Das WM-Match über zwölf Spiele wird an diesem Mittwoch fortgesetzt. In der zweiten Partie hat Anand die weißen Figuren. (jvo/dpa)

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