Sport : Schäfers Sorge um Ciric war unbegründet

Karsten Doneck

Es war um die Mittagszeit. Trainer Winfried Schäfer hielt sein eingeschaltetes Mobiltelefon in Reichweite, der Trainer des Fußball-Zweitligisten Tennis Borussia erwartete einen Anruf. Grund seiner Ungeduld: Beim Vormittagstraining waren sein Stürmer Sasa Ciric und Matthias Hamann bei einem Zweikampf zusammengestoßen. Ciric hielt sich das Gesicht. Nasenbeinbruch? Teammanager Hans Eiringhaus fuhr mit Ciric sofort ins Martin-Luther-Krankenhaus. Danach überbrachte Eiringhaus die frohe Kunde dem Trainer persönlich: "Nur eine Nasenbeinprellung."

Winfried Schäfers erhoffte Torfabrik mit Ciric und Uwe Rösler kann also am Sonntag beim Saisonstart bei Hannover 96 die Produktion aufnehmen. "Wir müssen dort die Initiative ergreifen, den Gegner gleich unter Druck setzen", verlangt Schäfer. Daß Ciric trotz der blauen Flecken in der Nasengegend aufläuft, daran hegt der Trainer keinerlei Zweifel. Er weiß: "Der Sasa ist ein harter Hund." Was Ciric schon beim 1. FC Nürnberg hinreichend bewiesen hat. Drei Wochen nach einem Jochbeinbruch und einer schweren Augenhöhlenverletzung hatte Ciric beim "Club" schon wieder auf dem Platz gestanden. Schäfer: "Das sind die Typen, die ich brauche."

TeBe kümmert sich nebenher auch um einen gesunden Unterbau. So schnappte Jugendtrainer Mirko Slomka, ausgerechnet vor dem Spiel der Profis bei Hannover 96, dem Klub aus Niedersachsen mit dem 16-jährigen Jugendnationalstürmer Emanuel Krontiris "ein ziemliches Juwel" (O-Ton Slomka) weg. Schäfer frohlockt: "Das ist auch Teil unseres Gesamtkonzepts, junge Spieler an die Profis heranzuführen."

Bei der Strukturreform des Gesamtvereins hat TeBe auch Fortschritte gemacht. Die Borussen ließen kürzlich die von der Mitgliederversammlung beschlossene Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) ins Handelsregister eintragen. Jetzt steht demnächst die Lizenzierung der KGaA durch den DFB ins Haus.

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