Schalke 04 : Assauer nennt Daum und Stevens als Trainer-Kandidaten

Der Manager des FC Schalke 04, Rudi Assauer, hat erstmals Huub Stevens und Christoph Daum als Kandidaten für die Nachfolge des entlassenen Trainers Ralf Rangnick bestätigt.

Gelsenkirchen - «Auch der Name Daum steht bei uns auf dem Zettel», sagte Assauer der «Bild»-Zeitung (Mittwoch-Ausgabe). Als Alternative nannte der 61-Jährige den Niederländer Stevens, der bereits von 1996 bis 2002 erfolgreich beim Fußball-Bundesligisten gearbeitet hatte. «Natürlich denken wir auch über Huub nach. Das ist ja nicht verboten.»

Laut Assauer soll bis zum Trainingsauftakt am 4. Januar ein neuer Chefcoach präsentiert werden. Bisher habe man lediglich ein Anforderungsprofil erstellt. «Wir wollen einen erfahrenen Mann, einen, vor dem alle sofort Respekt haben», betonte der Manager. Nach einigen enttäuschenden Erfahrungen mit Frank Neubarth, Marc Wilmots, Jupp Heynckes oder zuletzt Rangnick sei es keine leichte Aufgabe, den passenden Chefcoach zu finden: «Uns rauchen die Köpfe. Ich weiß, dass der Druck groß ist und dass die nächste Trainer-Nummer sitzen muss.»

Auch in der Zeitschrift «Sport Bild» versicherte Assauer am Mittwoch, dass sein bekannt schwieriges Verhältnis zu Daum, derzeit beim türkischen Meister Fenerbahce Istanbul unter Vertrag, kein Hindernis für die Verpflichtung des 52 Jahre alten Fußball-Lehrers sei. «Ich hätte auch mit Christoph Daum kein Problem. Entscheidend ist nicht, wie der neue Trainer heißt. Sondern nur, ob wir mit ihm auch wirklich unser sportliches Ziel erreichen können. Das allein zählt.» Assauer räumte ein, sich in der Vergangenheit einige Male mit Daum «gezofft» zu haben.

Zu Stevens hat Assauer ein ungleich besseres Verhältnis. Mit dem 52-Jährigen, der Schalke den Gewinn des Uefa-Cup 1997, eine Vizemeisterschaft und zwei DFB-Pokalsiege bescherte, verbindet ihn eine Freundschaft. Der noch bei Roda Kerkrade vertraglich gebundene und bei den Fans beliebte Stevens schloss eine Rückkehr zum Revierclub nicht aus. Der Ex-Dortmunder Matthias Sammer käme bei den Schalker Anhägern dagegen nicht gut an und Ottmar Hitzfeld hat offenkundig kein Interesse. «Das ist derzeit kein Thema für mich», sagte Hitzfeld vor einigen Tagen.

Bei der Trainerfindung werde es keinesfalls einen Alleingang geben, stellte Assauer klar. «Andreas Müller und ich suchen zusammen und präsentieren den neuen Trainer danach dem Vorstand und Aufsichtsrat. Entsteht dabei eine Pattsituation, haben Andreas und ich das letzte Wort.» (tso/dpa)

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