Schalke 04 : Der Mann mit den großen Schritten

Nur selten urteilt Fred Rutten öffentlich über seine Spieler. Nach dem souveränen 4:1-Sieg im Uefa-Cup-Hinspiel bei Apoel Nikosia machte der Trainer von Schalke 04 eine Ausnahme – wegen Heiko Westermann, seinem Defensiv-Allrounder.

Westermann
Heiko Westermann -Foto: dpa

Nikosia  „Viele machen bei uns Fortschritte, aber er macht Riesenschritte. Ich bin sehr zufrieden mit ihm im Mittelfeld“, lobte der Niederländer Rutten die „sehr hohe Effizienz“ des 25-jährigen Westermann.

Mit seinem Führungstor in der 24. Minute wies Westermann dem Fußball-Bundesligisten auf Zypern den Weg. Nach dem 4:1 am Ende ist der Einzug in die Gruppenphase des Wettbewerbs nur Formsache. „Wir wollten klare Voraussetzungen schaffen, damit wir im Rückspiel nicht mehr in die Bredouille kommen“, sagte Westermann, der wieder einmal zum besten Schalker avancierte.

Insgesamt fünf Saisontore (vier für Schalke/eins im DFB-Team) hat der Nationalspieler schon erzielt. Und sich mit seiner neuen Rolle im rechten Mittelfeld längst arrangiert. Im dritten Spiel in Serie gelang ihm aus dieser Position heraus ein Treffer. Schon gegen den VfL Bochum (1:0) und bei Borussia Dortmund (3:3) hatte er getroffen. „Klar ist das Selbstvertrauen groß, wenn man in den letzten Wochen immer wieder mal ein Tor erzielt hat“, sagt er.

Mit seiner erneut starken Leistung gegen Apoel Nikosia bestätigte Heiko Westermann seinen Ruf als vielseitig verwendbarer Profi: Ob wie im Vorjahr als Linksverteidiger-Ersatz für Christian Pander, ob auf der rechten Abwehrseite, wo er zu Beginn der Spielzeit Olympiafahrer Rafinha vertrat, oder nun im Mittelfeld – Westermann erledigt seinen Job klag- und tadellos. „Er ist Vollprofi durch und durch, auch charakterlich einwandfrei. Seine Entwicklung ist sensationell. Keiner hat erkannt, was für ein Juwel wir uns da geholt haben“, schwärmte Schalkes Präsident Josef Schnusenberg von dem Franken, der im vorigen Jahr für 2,8 Millionen Euro von Arminia Bielefeld kam. Übrigens: Der damalige Trainer Mirko Slomka wollte Westermann gar nicht unbedingt haben. dpa

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