Schalke 04 geht leer aus : Sami Khedira wechselt zu Juventus Turin

In den Planungen des FC Schalke 04 hat Sami Khedira eine zentrale Rolle gespielt - doch jetzt wechselt der Nationalspieler zu Juventus Turin.

Altes Trikot. Sami Khedira trägt künftig Schwarz-Weiß.
Altes Trikot. Sami Khedira trägt künftig Schwarz-Weiß.Foto: dpa

Die Idee hatte ihren Charme. Der FC Schalke 04 setzt künftig verstärkt auf seine anerkannt vorzügliche Jugend - und stellt dem Nachwuchs einen erfahrenen Leitwolf an die Seite. Für diese Rolle war bei den Schalkern der Nationalspieler Sami Khedira vorgesehen. Seit Wochen hat der Fußball-Bundesligist um den Mittelfeldspieler von Real Madrid geworben. Seit Dienstagnachmittag aber ist klar, dass die Schalker, die für die neue Saison auch noch keinen Cheftrainer haben, sich einen neuen Plan ausdenken müssen. Khedira wechselt nicht ins Ruhrgebiet. Der 28-Jährige spielt künftig für den italienischen Rekordmeister Juventus Turin.

Khedira ist der sechste deutsche Fußball-Profi nach Helmut Haller (1968-73), Thomas Häßler (1990/91), Jürgen Kohler (1991-95), Stefan Reuter (1991/92) und Andreas Möller (1992-94), der für Juventus spielt. Laut italienischen Medien soll das Gehalt des 54-fachen deutschen Nationalspielers bei etwa vier Millionen Euro im Jahr liegen. Khedira kommt ablösefrei und hat beim diesjährigen Champions-League-Finalisten einen Vierjahresvertrag unterschrieben.

Dass er Real Madrid nach fünf Jahren verlassen würde, war schon länger absehbar. Wie schon in der Saison vor der Weltmeisterschaft, als er wegen eines Kreuzbandrisses monatelang ausgefallen war, musste Khedira auch in dieser Spielzeit mehrfach mit Verletzungen kämpfen. Bei Real kam er nur noch in 17 Pflichtspielen zum Einsatz.

In den Verhandlungen über eine mögliche Vertragsverlängerung habe Real ihm zuletzt allerdings eine gute Offerte unterbreitet, erklärte Khedira vor kurzem. „Aber ich habe entschieden, dass es für mich besser ist, den Verein zu wechseln.“ Der in Stuttgart geborene Khedira begann seine Profi-Karriere beim VfB, für den er am 1. Oktober 2006 sein erstes Bundesliga-Spiel bestritt. 2007 holte er mit den Schwaben den deutschen Meistertitel.
Drei Jahre später wechselte er als WM-Dritter auf besonderen Wunsch von Trainer José Mourinho und für eine Ablöse von zwölf Millionen Euro nach Madrid. 2014 gewann er mit dem Verein die Champions League und mit der deutschen Nationalmannschaft den WM-Titel. (dpa/Tsp)

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