Schalke 04 : Meisterhafte Torausbeute

Nationalstürmer Kevin Kuranyi trifft zweimal - doch der FC Schalke 04 verschenkt mit einem 2:2 beim VfL Wolfsburg zwei Punkte im Kampf um die deutsche Meisterschaft.

Wolfsburg - Kuranyi erzielte vor 28.346 Zuschauern die Tore für den Tabellenführer, der sich mit einem Vereinsrekord tröstete. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka hat seit nunmehr 13 Partien nicht verloren. Gegner Wolfsburg, für den Diego Klimowicz (56./89.) zwei Mal traf, konnte das Abrutschen in die unteren Regionen gerade noch verhindern.

Bei sehr guten äußeren Bedingungen setzte der Revierclub, bei dem die genesenen Torhüter Manuel Neuer und Kuranyi nach ihren grippalen Infekten sowie Abwehrchef Marcelo Bordon in der Startelf standen, von Beginn an die nachhaltigeren Offensiv-Akzente. Klare Chancen hatte Schalke in der ersten Halbzeit aber nur zwei. Beide waren drin: Eine schon meisterliche Quote.

Den ersten gefährlichen Angriff inszenierte Peter Lövenkrands, der einen Freistoß aus Rechtsaußenposition so präzise in den Strafraum flankte, dass Sturmpartner Kuranyi keine Mühe hatte, um per Kopf zu vollenden. Bei seinem zweiten Streich - dem elften in dieser Saison insgesamt - profitierte der 24-Jährige dann von Wolfsburger Schützenhilfe. Einen Querschläger nahm Kuranyi volley und jagte ihn unhaltbar für VfL-Torhüter Simon Jentzsch ins Tor.

Marcelinho als Vorbereiter

Auch die mit großen Hoffnungen in die Partie gegangenen Hausherren, die kurzfristig ihren verletzten Kapitän Kevin Hofland (Sprunggelenkverletzung) ersetzen mussten, durften in Halbzeit eins zwei Mal auf einen Treffer hoffen. Zunächst ging ein Kopfball von Mike Hanke nach einem Freistoß von Marcelinho neben das Tor (13.). Kurz vor dem Pausenpfiff stand Hanke dann noch einmal gefährlich frei vor Neuers Tor, aber Dario Rodriguez rettete im letzten Moment.

Nach Wiederanpfiff machten es die bis dahin harmlosen "Wölfe" besser. Marcelinho flankte und Klimowicz köpfte unhaltbar für Neuer ein. Das vierte Saisontor des lange verletzten Argentiniers brachte wieder Leben in die Partie. Am Kräfteverhältnis änderte dies jedoch lange nichts. Erst als Marcelinho Klimowicz den Ball eine Minute vor Schluss wieder maßgerecht servierte, war der sicher geglaubte Schalker Sieg dahin. (Von Gert Glaner, dpa)

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