Schalke - Dortmund : Königsblaue deklassieren BVB im Revierderby

Der FC Schalke 04 hat das prestigeträchtige Duell mit Borussia Dortmund für sich entschieden und sich schon nach dem zweiten Spieltag in die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga vorgekämpft.

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Der Schalker Gerald Asamoah (r) und Levan Kobiashvili jubeln über den Treffer zum 3:0. -Foto: dpa

Gelsenkirchen 14 Wochen nach der bitteren 0:2-Pleite in Dortmund, wo die Schalker die letzte Titelchance verspielt hatten, gelang den Königsblauen mit dem 4:1 (2:0) im 130. Revierderby die ersehnte Wiedergutmachung. "Schalke war uns in allen Belangen überlegen", bekannte Dortmunds Abwehrchef Christian Wörns. Vor 61.482 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena sorgten Marcelo Bordon (11.), Christian Pander (31.) und Gerald Asamoah (59.) mit ihren Toren für klare Verhältnisse. Joker Nelson Valdez (66.) gelang zwar das 1:3, doch Kevin Kuranyi (78.) stellte den alten Abstand wieder her.

"Wir waren sehr zielstrebig und konsequent. Ich möchte keinen Spieler herausheben, es war insgesamt eine sehr, sehr gute Leistung", lobte Schalkes Trainer Mirko Slomka. Während Schalke in der Tabelle weit vorrückte, hat Revierrivale BVB mit zwei Niederlagen einen kompletten Fehlstart hingelegt. "Sieben Gegentore in zwei Spielen sind viel zu viel", schimpfte Coach Thomas Doll. Florian Kringe, der für Philipp Degen in der BVB-Abwehrkette spielte, sagte: "Nach der ganzen Euphorie sind wir wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Es ist ernüchternd". Zu allem Überfluss sah Kringes Mitspieler Marc- André Kruska fünf Minuten vor dem Ende noch die Gelb-Rote Karte.

Schalke machte von Beginn an Druck

Schalke-Coach Slomka konnte bis auf Sören Larsen und Gustavo Varela seine beste Formation aufbieten, brachte gegenüber dem 2:2 in Stuttgart zum Auftakt aber zwei Neue. Iwan Rakitic und Slatan Bajramovic rückten für Mesud Özil und Peter Lövenkrands in die Start-Elf. Von Beginn an machten die Königsblauen Druck. "Wir haben keinen Zweifel daran gelassen, dass wir das Spiel gewinnen wollen", sagte Torschütze Pander. Schon in der 2. Minute bot sich die Top-Möglichkeit zur Führung. Nach einem Freistoß von Pander bugsierte Kapitän Bordon den Ball aus kurzer Distanz an die Latte, Kuranyi scheiterte per Kopf im Nachsetzen am gut reagierenden BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller.

Die Dortmunder, die mit Kringe und Delron Buckley für Degen und Ebi Smolarek begannen, brachten zunächst nicht viel zustande. Allerdings prüfte Neuzugang Mladen Petric, der zweite Sturmspitze neben Diego Klimowicz spielte, Schalkes Torhüter Manuel Neuer (6.). Fünf Minuten später gelang Bordon - erneut nach einem scharf hereingegebenen Freistoß des überragenden Pander - per Kopf das umjubelte 1:0. Rakitic (14.) und Fabian Ernst (18.) konnten Weidenfeller jedoch nicht überwinden, ehe Pander mit einem herrlichen direkten Freistoß aus 22 Metern (31.) die Führung noch vor der Pause ausbaute. Die bis dato besten Möglichkeiten für die Gäste hatten Klimowicz (21.) und Kruska (39.), die aber beide in Neuer ihren Meister fanden.

Auch nach dem Wechsel fanden die im Zweikampf schwachen und technisch unterlegenen Dortmunder nicht besser ins Spiel. Im Gegenteil: Schalke kontrollierte in der einseitigen Partie das Geschehen und hatte durch Krstajic (55.) und den für das Länderspiel am Mittwoch in England berufenen Pander zwei weitere gute Möglichkeiten kurz nach der Pause. Mit dem 3:0 Asamoahs, der eine Bajramovic-Flanke völlig freistehend per Kopf in den Winkel beförderte, war die Partie entschieden. Zwar sorgte der für den schwachen Klimowicz in der Pause eingewechselte Valdez bei den mitgereisten BVB-Fans für einen kleinen Hoffnungsschimmer, Kuranyi aber stellte den auch in dieser Höhe verdienten Schalker Sieg sicher. (mit dpa)

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