Schalke - Gladbach 2:2 : Raul verhindert die nächste Blamage

Nach 0:2 Rückstand gegen Borussia Mönchengladbach kann der FC Schalke 04 die nächste Pleite gerade noch verhindern. Der spanische Superstar Raul rettet dabei mit einem späten Treffer einen Punkt für die Königsblauen.

Richard Leipold
Sicherte sinem Team mit einem späten Tor wenigstens noch einen Punkt: Der Spanier Raul (r.), hier beim Jubeln mit Christoph Metzelder.
Sicherte sinem Team mit einem späten Tor wenigstens noch einen Punkt: Der Spanier Raul (r.), hier beim Jubeln mit Christoph...Foto: reu

Felix Magath, der Trainer des FC Schalke 04, erinnerte zuletzt an einen Puzzlespieler. Er probierte alles Mögliche aus, aber die Teile, in diesem Fall die vielen neuen Spieler, passten nicht so zusammen, wie der Meister sich das vorstellt. Nach dem ersten Saisonsieg in Freiburg waren die Schalker zuversichtlich, dass nun allmählich zusammenwächst, was zusammengehört. Beim 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach setzte sich der Trend erst in der zweiten Halbzeit fort, in der Schalke eine beherzte Aufholjagd startete. Filip Daems und Michael Bradley hatten Gladbach zunächst einen Zweitore-Vorsprung verschafft. Die Stürmerstars Klaas-Jan Huntelaar und Raul verhalfen dem Revierklub zum Ausgleich.

Die Gladbacher gingen ins Spiel, als wäre nichts gewesen, als hätten sie nicht erst wenige Tage zuvor die dritte empfindliche Niederlagen nacheinander erlitten. Unbeeindruckt von den jüngsten Ereignissen verrichteten sie akkurat ihre Arbeit und ließen Schalke eine halbe Stunde lang nicht ins Spiel kommen. Ob die Westfalen sich nach dem ersten Saisonsieg in Freiburg schon zu sicher fühlten? Spätestens nach einer Viertelstunde musste ihnen klar sein, dass ein solcher Erfolg noch keinen Fußballsommer macht. Als Raul Bobadilla in den Strafraum eindrang, wurde er von Benedikt Höwedes mit einem Stoß zu Boden geschickt. Schiedsrichter Peter Gagelmann wertete die ungeschickte Abwehraktion des Gelsenkircheners als Foul und erkannte auf Elfmeter. Daems nutzte den Strafstoß zum Führungstreffer für die Borussen.

Derart unsanft geweckt, brauchten die Schalker eine weitere Viertelstunde, um sich von diesem Rückschlag einigermaßen zu erholen. Ihre Offensivaktionen kamen über das Stadium des Versuchs zunächst nicht hinaus. Auf der Gegenseite hätten die Gladbacher den Vorsprung ausbauen können. Marco Reus tauchte frei vor Manuel Neuer auf, konnte den Nationaltorhüter aber nicht überwinden.

Erst nach einer halben Stunde wurden die Gastgeber stärker. Als die Schalker anfingen, sich in der Nähe des gegnerischen Tores wohlzufühlen, bekamen sie prompt den nächsten Schlag. Mittelfeldspieler Michael Bradley vollendete einen klugen Gegenstoß mit dem zweiten Tor.

Doch Schalke kehrte entschlossen zur zweiten Hälfte zurück und übte sofort Druck aus. Schon drei Minuten nach Wiederbeginn bot sich Höwedes eine große Chance. Und Huntelaar zeigte abermals, dass er ein verlässlicher Torjäger ist. Wie schon in den beiden Partien zuvor gelang ihm ein Treffer, und Schalke schöpfte wieder Hoffnung. Für Gladbach wurde es mehr und mehr eine Abwehrschlacht, dennoch ließen die Borussen bei vereinzelten Kontern ihre Gefährlichkeit aufblitzen, so etwa bei einem Reus' Schreckschuss, der mit Wucht gegen die Latte prallte. Die Schalker gaben nicht auf. Ihre Chancen stiegen weiter, als der Gladbacher Verteidiger Brouwers die Rote Karte sah. Schalkes Stürmerstar Raul nützte die Überzahl aus und traf.

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