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Schalke - Hamburg 0:1 : Van Nistelrooy stoppt Schalke

Schalke verliert gegen den HSV durch ein Tor von Ruud van Nistelrooy mit 0:1 und bleibt im Gelsenkirchen der Tabelle stecken. Hamburgs Torschütze hingegen denkt über eine Rückkehr zu Real Madrid nach.

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Tanz den Felix Magath! Schalkes Joel Matip (l.) und Manuel Neuer inszenieren gemeinsam mit Ruud van Nistelrooy (M.) das 1:0 für den HSV
Tanz den Felix Magath! Schalkes Joel Matip (l.) und Manuel Neuer inszenieren gemeinsam mit Ruud van Nistelrooy (M.) das 1:0 für...Foto: dpa

Vermutlich ist der Instinkt bei Ruud van Nistelrooy einfach größer als die Berechnung. Als der Ball in hohem Bogen in den Strafraum des FC Schalke 04 flog, über Torhüter Manuel Neuer hinweg, und dann am langen Pfosten wie ein Stein zu Boden plumpste – in diesem Moment hat Ruud von Nistelrooy einfach nur das getan, was er immer gemacht hat: Er lenkte den Ball zum 1:0 (0:0)-Endstand für den Hamburger SV ins Tor. Irgendwie, mit Kopf, Schulter und Unterarm. „Ich musste da hingehen“, sagte von Nistelrooy später. Selbst auf die Gefahr hin, sich damit womöglich den letzten spektakulären Wechsel seiner Karriere zu verbauen. Einen so wertvollen Mann, obwohl schon 34 Jahre alt, kann der HSV kaum gehen lassen. Nicht mal, wenn Real Madrid ruft.

Die Spanier haben van Nistelrooy kontaktiert, um ihn nach nur einem Jahr beim HSV zur Rückkehr nach Madrid zu bewegen. Real sucht dringend einen Ersatz für den Argentinier Gonzalo Higuain, der nach seiner Rückenoperation mehrere Monate ausfällt. „Hoffentlich gibt es bald Klarheit“, sagte der Holländer, der offensichtlich hin- und hergerissen ist. „Es ist nicht irgendein Verein. Es ist Real Madrid.“ Andererseits habe er dem HSV viel zu verdanken.

Am Samstagabend hat er davon etwas zurückgegeben: Mit seinem Treffer entschied van Nistelrooy ein Spiel, das recht munter begonnen hatte, den Schwung dann aber auch schnell wieder verlor, weil beide Mannschaften in der ersten Halbzeit das letzte Risiko scheuten. In der zweiten Minute hatten die Schalker zumindest den Hauch einer Chance, als Klaas-Jan Huntelaar eine Flanke von Edu knapp verpasste.

Die besseren Gelegenheiten hatte der HSV. Änis Ben-Hatira scheiterte nach einem Fehler von Christoph Metzelder an Neuer. Die letzte gute Szene der noch einigermaßen ansehnlichen Anfangsphase leitete der frühere Berliner Gojko Kacar ein, der beim HSV in der Innenverteidigung aushelfen musste. Mit einem feinen Pass bediente er Jonathan Pitroipa. Der lief alleine auf Neuer zu, legte den Ball an ihm vorbei und stürzte zu Boden. Schiedsrichter Knut Kircher ließ zu Recht weiterspielen und verzichtete zu Unrecht darauf, Pitroipa für seine Schwalbe die Gelbe Karte zu zeigen. Nach einer knappen halben Stunde hatten die Schalker dann Glück, als Christoph Moritz einen Kopfball von Kacar kurz vor der Linie noch abwehren konnte.

Die Hamburger begannen die zweite Halbzeit mit mehr Entschlossenheit. Eljero Elia vergab kurz nach der Pause die große Chance zur Führung: Nachdem er sich im Strafraum gegen Benedikt Höwedes durchgesetzt hatte, setzte er den Ball knapp am Tor vorbei. Fünf Minuten später dann folgte van Nistelrooy seinem Instinkt und erzielte das verdiente 1:0. Die Schalker hingegen spielten, als steckte ihnen der Rückflug aus dem Trainingslager am Vortag noch in den Kleidern. Mit ihren Schwächen im Kombinationsspiel riefen sie Erinnerungen an den Beginn der Vorrunde wach. Eine einzige Chance erspielten sich die Schalker in der zweiten Hälfte. Als Lukas Schmitz das Außennetz traf, waren gerade noch zwei Minuten zu spielen.

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