Schalke : Innenminister Jäger erhält Unterstützung

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat im Fall Schalke Rückendeckung von einigen Kollegen erhalten.

„Ich kann das schon nachvollziehen, wenn da mal einem Innenminister der Kragen platzt“, sagte Boris Rhein (CDU), der als hessischer Innenminister Vorsitzender der 37. Sportministerkonferenz am Freitag in Wiesbaden war. Man habe das Thema bei der Tagung aber nur gestreift. Rhein geht aber nicht davon aus, dass es in anderen Bundesländer eine ähnliche Maßnahme gebe. „Ich glaube, Ralf Jäger hat ein ganz deutliches Signal gegeben. Schule wird das nicht machen“, meinte Rhein.
Unterstützung gab es für Jäger auch von Lorenz Caffier, dem Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns. „Für die Sicherheit der Zuschauer in Fußballstadien ist der Veranstalter verantwortlich - und nur dieser.“ Deshalb sei er erstaunt, „dass diejenigen, die ihre Hausaufgaben für die Sicherheit der Zuschauer und damit ihrer Gäste offensichtlich nicht vollumfänglich gemacht haben, sich hinterher und ohne das notwendige Wissen und Können über den Einsatz der Polizei beschweren“, meinte Caffier.
Jäger hatte am Donnerstag angekündigt, dass sich die Polizei bis auf weiteres aus der Schalker Arena zurückziehen und die Ordnungskräfte des Fußballvereins nicht mehr unterstützen werde.
Jäger reagierte damit auf die Kritik des Vereins am Polizeieinsatz beim Champions-League-Playoff zwischen dem FC Schalke 04 und PAOK Saloniki im August. Die Polizei war eingeschritten, um eine Provokation von Schalker Ultras zu unterbinden und Ausschreitungen griechischer Fans zu verhindern. Danach hatte es von Schalker Seite schwere Vorwürfe gegen den Polizeieinsatz gegeben.

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