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Schalke - Leverkusen 2:0 : Huntelaar köpft Schalke in Richtung Champions League

Der Niederländer Klaas-Jan Huntelaar erzielt beim 2:0-Erfolg der Schalker über Bayer Leverkusen seine Saisontore 21 und 22 - und führt seinen Verein an Borussia Mönchengladbach vorbei auf Platz drei.

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Der Schrecken aller Abwehrspieler: Klaas-Jan Huntelaar ist für seinen Trainer Huub Stevens der beste Strafraumstürmer der Welt.
Der Schrecken aller Abwehrspieler: Klaas-Jan Huntelaar ist für seinen Trainer Huub Stevens der beste Strafraumstürmer der Welt.Foto: dpa

Zumindest Rudi Völler gab gestern Abend in Gelsenkirchen eine gute Figur ab. Auf dem Weg hinauf ins Mittelgeschoss der Gelsenkirchener Arena schob sich Leverkusens weißhaariger Sportdirektor recht gewandt unter einem Absperrungsband durch – und vergaß auch nicht, Schalkes Finanzchef Peter Peters im Vorbeigehen ein zackiges „Glückwunsch“ und einen Händedruck zum 2:0-Erfolg der Königsblauen zu verpassen. Schlagartig vorbei waren die Freundlichkeiten jedoch, als die Sprache auf die eigene Mannschaft kam.

 „Wir müssen wieder mehr Gas geben. Ich hatte das Gefühl, dass heute zu viel Leerlauf im Spiel war“, erklärte Völler mit schneidender Stimme und gab unmissverständlich das Ziel für die verbleibende Saison aus – in der sich der Vizemeister von einer weiteren Teilnahme an der Champions League mit der Pleite auf Schalke endgültig verabschiedet hat, inzwischen aber auch beim Kampf um das Minimalziel Europa League mächtig ins Zittern kommt. Rang sieben würde in diesem Jahr sogar genügen, allerdings verfügte Völler ultimativ: „Siebter? Ich möchte Fünfter werden.“

 Noch belegen die Leverkusener diesen fünften Rang, die Art und Weise, in der sie sich in ihre dritte Liga-Niederlage in Folge ergaben, lässt für die verbleibende Saison jedoch nichts Gutes erahnen. Desillusioniert gestand Trainer Robin Dutt die negative Körpersprache bei seinen Spielern ein, beklagte den fehlenden Konkurrenzkampf im Team. Die vielen Verletzten sind laut Dutt der Grund hierfür, gestern musste der 18-jährige Rechtsverteidiger Danny da Costa nach 28 Minuten vorzeitig vom Feld.

 „Jede Woche fliegt uns ein anderer Muskel um die Ohren“, jammerte Dutt – während Kollege Huub Stevens seine Mannschaft über den grünen Klee lobte. Mit dem Sieg über Leverkusen hat sich Schalke, vorbei an Mönchengladbach, nun auf Rang drei geschoben. „Das einzige, was ich meiner Mannschaft vorwerfen kann, ist, dass wir den Sack nicht früher zugemacht haben“, meinte Stevens und betonte: „Fußball spielt man für das Publikum – und das hat den FC Schalke 04 heute genossen.“

 Der Genuss begann mit einem ersten Warnschuss von Lewis Holtby (10.) und einem leicht verunglückten Kopfball von Jermaine Jones (12.), die beide noch knapp am Ziel vorbei strichen. Nach 18 Minuten war die Führung aber erreicht – nicht zuletzt dank großzügiger Unterstützung der Bayer-Innenverteidiger Daniel Schwaab und Ömer Toprak, die beim Kopfballtreffer von Klaas-Jan Huntelaar nur eine untätige Eskorte für den Niederländer bildeten.

 „Wenn man einen Weltklassestürmer am Torschuss hindern will, muss man auch in den Zweikampf gehen“, lästerte Dutt über die eigenen Abwehrleute, hatte er vor dem Spiel doch gerade in Bezug auf Huntelaar Wachsamkeit und Flexibilität eingefordert. Vergeblich: Der Oranje-Stürmer war seinen Leverkusenern gleich bei erster Gelegenheit entwischt, traf nach einer Flanke von Jefferson Farfán vier Minuten vor Schluss auch noch zum hochverdienten 2:0 und baute seine phänomenale Saison-Quote damit auf 40 Treffer in 39 Pflichtspielen aus.

 Die Jagd auf Mönchengladbach, die S04-Manager Horst Heldt für dieses Wochenende auf die Agenda gesetzt hatte, ist bereits erfolgreich abgeschlossen, Huntelaar liegt in der Torjägerliste zudem nun noch einen Treffer hinter dem Führenden Münchner Mario Gomez – und zu weiteren Ambitionen im Tableau erklärte Jermaine Jones noch: „Jetzt sind wir Dritter. Und mal schauen, was noch geht.“

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