Sport : Schalke quält sich

1:0-Sieg im Ligapokal gegen starken Karlsruher SC

Stefan Hermanns

Düsseldorf - Auf der Suche nach dem bestmöglichen Modus ist der Fußball-Ligapokal seit seiner Einführung 1997 permanent verändert worden. Nicht jede Neuerung hat sich als dauerhaft erwiesen. Die Entscheidung aber, in diesem Jahr zum ersten Mal den Zweitligameister mitmachen zu lassen, lohnt zumindest eine Wiederholung. Abgesehen davon, dass der Karlsruher SC von einer beachtlichen Anzahl von Fans zum Doppelspieltag nach Düsseldorf begleitet wurde, zeigte auch die Mannschaft eine ansehnliche Vorstellung. Am Ende setzte sich zwar der Favorit Schalke 04 durch ein Tor von Halil Altintop 1:0 durch und erreichte damit das Halbfinale am Dienstag gegen den Pokalsieger 1. FC Nürnberg. Die Karlsruher aber waren gegen den Vizemeister keineswegs chancenlos.

Die beste Möglichkeit für den KSC vergab Tamas Hajnal bereits in der Anfangsphase. Der Neuzugang scheiterte in der sechsten Minute mit einem Foulelfmeter an Schalkes Torhüter Manuel Neuer. Kapitän Marcelo Bordon hatte zuvor Karlsruhes Stürmer Edmond Kapllani im Strafraum von hinten umgeschubst. Obwohl er den Elfmeter vergab, war Hajnal, der seine gesamte bisherige Bundesligaerfahrung (acht Einsätze, achtmal eingewechselt) vor acht Jahren im Trikot von Schalke gesammelt hat, der auffälligste Spieler der Karlsruher. Sein Pendant auf Schalker Seite, der Vier-Millionen-Einkauf Ivan Rakitic, blieb dagegen blass. Nach etwas mehr als einer Stunde wurde der Kroate, der für die Nachfolge des Brasilianers Lincoln vorgesehen ist, gegen Mimoun Azaouagh ausgetauscht.

Der Führungstreffer der Schalker war alles andere als sauber herausgespielt: Karlsruhes Abwehrchef Mario Eggimann fälschte einen Pass von Marcelo Bordon so unglücklich ab, dass Peter Lövenkrands frei auf Miller zulaufen konnte, Karlsruhes Torhüter konnte noch mit dem Fuß klären, Halil Altintop aber musste den Ball anschließend nur noch ins leere Tor schießen.

Gegen Ende der ersten Halbzeit besaßen die Karlsruher einige gute Ausgleichsmöglichkeiten: Hajnal scheiterte frei vor Neuer, den Nachschuss setzte Eggimann neben das Tor. Nur drei Minuten darauf rettete Krstajic gegen Iaschwilli, der Schalkes Torhüter Neuer bereits überwunden hatte. Nach der Pause bestimmte der Aufsteiger zwar durchgehend das Geschehen, Chancen aber gewährte der sehr zurückhaltende Vizemeister seinem Gegner nicht mehr. Die Schalker beschränkten sich ausschließlich darauf, den Vorsprung zu verwalten. Stefan Hermanns

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