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Schalke - Wolfsburg 3:0 : Schalke verschlimmert Magaths Schlafprobleme

Der FC Schalke 04 fertigt den VfL Wolfsburg mit 3:0 ab und bleibt weiter auf Champions-League-Kurs. Jefferson Farfan machte ein überragendes Spiel gegen seinen ehemaligen Trainer Felix Magath und vergrößert die Sorgen des VfL Wolfsburg.

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Jefferson Farfan war gegen den VfL Wolfsburg und Felix Magath besonders motiviert.
Jefferson Farfan war gegen den VfL Wolfsburg und Felix Magath besonders motiviert.Foto: dapd

Es war kein Zufall, dass ausgerechnet Jefferson den Weg für den 3:0 (1:0) -Sieg des FC Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg geebnet hatte. Der Peruaner ist immer dann besonders motiviert, wenn es gegen seinen ehemaligen Trainer auf Schalke, Felix Magath, geht. Der ohnehin pfeilschnelle Farfan ist dann stets besonders leichtfüßig. Der 27-Jährige war aber nur ein Faktor einer bemerkenswerten Schalker Mannschaft, die die Niedersachsen vor allem in der zweiten Hälfte phasenweise vorführte und nicht den Hauch einer Chance ließ.

"Das hat heute richtig Spaß gemacht. Wir haben die richtige Antwort gegeben", sagte Trainer Huub Stevens. Felix Magath, der Farfans Kritik an den Trainingsmethoden des 59-Jährigen im Vorfeld nicht kommentieren wollte ("Das interessiert mich nicht."), dürfte in den kommenden Tagen allerdings Albträume bekommen. Mit zwei Toren und fünf Punkten nach sieben Bundesligapartien haben die Niedersachsen eine geradezu katastrophale Bilanz vorzuweisen. Sie sind die schlechteste Offensive in der Bundesligageschichte und warten seit 318 Minuten auf einen Treffer.

"Wir sind vorne einfach nicht durchschlagskräftig genug. Wir müssen immer einem Rückstand hinterherlaufen", mäkelte der VfL-Trainer. Aber was Magath unruhige Nächte verschaffen dürfte, ist der Umstand, dass sich seine Mannschaft in Schalke zeitweise wie ein Hühnerhaufen und ein Absteiger präsentierte. Dabei hatten die Niedersachsen die Schalker rund eine halbe Stunde gut im Griff, hielten sie von ihrem Tor fern und erspielten sich ihrerseits ein, zwei gute Torchancen.

Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens wirkte in der Anfangsphase noch angeschlagen von den Spielen gegen Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga und HSC Montpellier in der Champions League, wo sie jeweils einen sicher geglaubten Sieg verschenkt hatten. Doch diese Behäbigkeit sollte sich vollständig legen. Von Minute zu Minute kamen die Schalker, die ohne den an Windpocken erkrankten Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos antreten mussten, besser ins Spiel. Ihre Kombinationen wurden sicherer und präziser und sie näherten sich dem Wolfsburger Tor immer weiter an. Vor allem Lewis Holtby, der ein enormes Laufpensum absolvierte, riss das Spiel an sich, war allerdings zweimal zu unentschlossen bei seinen Torschüssen. Und spätestens in der 33. Minute, als Jefferson Farfan eine sehenswerte Flanke von Christian Fuchs per Kopf zur Führung verwandelte, waren die Kräfteverhältnisse geklärt.

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Schalke 04 feierte am siebten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg einen klaren 3:0-Erfolg.Weitere Bilder anzeigen
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06.10.2012 17:14Schalke 04 feierte am siebten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg einen klaren 3:0-Erfolg.

Die Schalker ließen, anders als in den vorangegangenen Partien, nicht nach, sondern sie versuchten möglichst früh den dritten Treffer zu erzielen. Doch auch wenn ihnen das in der ersten Hälfte nicht gelingen sollte, ließen sie dem VfL kaum Zeit zu atmen. Die Forderung ihres Trainers, die jüngste Vergangenheit möglichst schnell zu vergessen, hatten die Profis sich offenbar zu Herzen genommen. Dieser Mut zur Offensive wurde bereits kurz nach Wiederbeginn belohnt. 50 Sekunden waren in der zweiten Hälfte gespielt, da erzielte Ibrahim Afellay nach klugen Holtby-Pass das 2:0. "Das zweite Tor hat uns das Genick gebrochen", sagte Magath.

Die Mehrheit der 60.671 Zuschauer in der Schalker Arena richteten im Anschluss auch noch ein paar persönliche Grüße an den VfL-Trainer, der in seiner rund zweijährigen Amtszeit nie eine innige Beziehung zu den Anhängern der Königsblauen aufgebaut hatte."Nie mehr Felix Magath" und "Magath raus", schallte es durch das Stadion. Roman Neustädter erhöhte nach 58 Minuten aus dem Gewühl heraus zum 3:0, als die Wolfsburger Abwehr wieder einmal nicht im Bilde war. In der letzten halben Stunde der Begegnung gingen die Schalker wieder einmal zu leichtfertig mit ihren Möglichkeiten um. "Heute gibt es nichts auszusetzen", sagte Manager Horst Heldt generös.

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