Sport : Scheitern im Kopf

Bochum fürchtet ein frühes Gegentor gegen Hertha

Richard Leipold

Bochum - Peter Neururer glaubt weiter an den VfL Bochum. „Unsere Vorbereitung ist optimal verlaufen“, sagt der Fußball-Lehrer. In der Winterpause hat der Tabellensechzehnte der Bundesliga Mannschaften wie den RSC Anderlecht und den VfB Stuttgart bezwungen. Dennoch befasst Neururer sich vor dem Rückrundenstart am Sonntag gegen Hertha mit allen möglichen Szenarien. „Wenn die Berliner früh in Führung gehen, ist alles Selbstvertrauen wie weggeblasen. Dann bist du als Trainer machtlos.“ Das Risiko des sportlichen Scheiterns schwebt über dem Klub, dessen Vorstoß ins obere Tabellendrittel in der vergangenen Saison nur flüchtiger Natur war.

Erschwerend kommt hinzu, dass der VfL auf der Position des Torwarts umdenken muss. Stammtorhüter Rein van Duijnhoven fällt noch einige Wochen verletzt aus. Nur mit seinem Vertreter Christian Vander wollte Neururer nicht in die Rückrunde gehen. So verpflichtete der Klub den dänischen Nationaltorwart Peter Skov-Jensen vom FC Midtjylland. „Ich bin nicht nach Bochum gekommen, um die Nummer drei zu werden“, sagt er.

Allerdings muss sich der Däne langsam mit diesem Gedanken auseinander setzen. Peter Neururer hat Vander zur ersten Kraft im Tor erklärt, und van Duijnhovens Achillessehne ist offenbar weniger schwer verletzt als angenommen. Es sei durchaus möglich, dass der 37-Jährige in vier Wochen im Heimspiel gegen Freiburg spielen könne, sagt der Mannschaftsarzt. Für Skov-Jensen muss das klingen wie eine Drohung. Angesichts dreier starker Torhüter könnte Peter Neururer sogar von einem „Luxusproblem“ sprechen. Aber zunächst einmal gilt es, ein anderes Problem zu bewältigen: den Abstieg zu vermeiden.

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