Sport : Scherben bringen Pech

Erst beschäftigen die Eisbären den Glaser, dann verlieren sie in Hamburg nach Penaltyschießen mit 4:5

Claus Vetter

Hamburg. Zunächst sollte es in Hamburg einen unerwarteten Einsatz für den Glaser geben. Beim Warmmachen vor der Partie der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) hatte nämlich ein Spieler aus Berlin für einen Scherbenhaufen gesorgt. Eisbären-Verteidiger Brad Bergen hatte mit einem heftigen Schuss eine der Glasscheiben der Bandenumrandung zertrümmert. Das fand der Hamburger Stadionsprecher überraschender Weise lustig. „Unsere Spieler hätten das auch gekonnt“, sagte der Herr per Lautsprecher. „Nur wissen die, wie teuer die Scheiben sind.“ Nun gut, nachdem das von Bergen verursachte Malheur bereinigt war, bugsierten beide Teams den Puck vorrangig an die richtige Stelle, so dass 12759 Zuschauer im Spiel immerhin acht Tore zu sehen bekamen und als Zugabe auch noch ein Penaltyschießen. Am Ende freute sich der Großteil der Besucher, schließlich verloren die Eisbären bei den Hamburg Freezers nach Penaltyschießen mit 4:5 (2:2, 1:2, 1:0/0:1).

Es war ein munteres Spiel, in dem beide Teams es mit der Arbeit in der Defensive nicht so genau nahmen. Schon nach sieben Minuten ließ Oliver Jonas den Puck zum 0:1 in sein Tor kullern, nachdem sich vor dem Eisbären-Keeper kein Verteidiger für den Hamburger Stürmer Manuel Kofler interessiert hatte. Schon 38 Sekunden später wurde es allerdings recht leise in der riesigen Hamburger Arena. Grund: Der Kanadier Rob Shearer hatte nach einem Alleingang das 1:1 für die Eisbären erzielt.

Der Auftakt sollte sich als programmatisch für den weiteren Verlauf der Partie entpuppen. Die Tore fielen schön verteilt auf beiden Seiten. Schneider traf zum 2:1 für Hamburg, Lesak in Überzahl zum 2:2 für die Berliner. Dann waren wieder die Freezers dran. Drury überwand Jonas mit einem Schlagschuss, Keller traf nach einem Konter zum 3:3 für die Eisbären. Nachdem Peter Abstreiter In der 37. Minute das 4:3 für die Freezers erzielt hatte, schoss Bergen nicht gegen eine Glasscheibe, sondern diesmal ins Tor zum 4:4. Kurz vor Schluss scheiterte Sven Felski am Hamburger Torwart Boris Rousson, und das bedeutete schließlich, dass der Sieger im Penaltyschießen gefunden werden musste: Andrew Schneider verwandelte den entscheidenden Penalty zum Hamburger Sieg.

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