Schiedsrichter-Affäre : Amerell darf Kempter-Mails nicht zitieren

Das juristische Tauziehen im Schiedsrichterskandal geht weiter. Nach DFB-Präsident Theo Zwanziger hat nun auch das ehemalige Schiedsrichter-Ausschuss-Mitglied Manfred Amerell eine einstweilige Verfügung erhalten.

Frankfurt am Main - Wie Christian Schertz, Rechtsanwalt des Schiedsrichters Michael Kempter mitteilte, hat das Landgericht Köln Amerell damit untersagt, private E-Mails oder SMS von Kempter an ihn „zu veröffentlichen und/oder zu verbreiten“. Sollte Amerell, der in der Vergangenheit in regelmäßigen Abständen aus Mails und SMS zitiert hatte, um damit ein Abhängigkeitsverhältnis Kempters zu ihm zu widerlegen, gegen die einstweilige Verfügung verstoßen, wird ein Ordnungsgeld in Höhe von jeweils 250 000 Euro fällig. Darüber hinaus darf Amerell ebenfalls nicht mehr behaupten, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe dem ehemaligen Referee Franz Xaver Wack „ganze Akten“ zur Verfügung gestellt mit Aussagen der Schiedsrichter, die Amerell ebenfalls belasten. Amerell war in der Schiedsrichteraffäre von Kempter vorgeworfen worden, ihn sexuell belästigt zu haben, was dieser stets bestritt. dpa

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