Schiedsrichter-Skandal : Zwanziger bleibt DFB-Präsident

DFB-Präsident Theo Zwanziger bleibt trotz der Kritik an seiner Person im Schiedsrichter-Skandal um Manfred Amerell im Amt. Dies entschieden am Freitagabend Vorstand und Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes. Der Verbandschef hatte während der Präsidiumssitzung die Vertrauensfrage gestellt.

Zwanziger
Theo Zwanziger -Foto: dpa

Frankfurt/Main"Ich bin sehr zufrieden und habe mich sehr über den Vertrauensbeweis von Vorstand und Präsidium gefreut", sagte der 64-Jährige, nachdem er bei seinen Funktionärskollegen am Freitag in Frankfurt/Main die Vertrauensfrage gestellt hatte und sich alle 47 Vorstandsmitglieder des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für ihn ausgesprochen hatten. Zwanziger will sich beim Bundestag im Oktober für weitere drei Jahre als Chef des mit 6,7 Millionen Mitgliedern größten Sportfachverbandes der Welt wählen lassen.

Bei einem außerordentlichen Bundestag bereits am 9. April soll die Reform des Schiedsrichterwesens vorangetrieben werden. Zwanziger hatte seinen Funktionärskollegen erklären müssen, warum der DFB so spät von den gegen den Schiedsrichter-Funktionär Amerell erhobenen Vorwürfen der sexuellen Belästigung erfuhr. Schiedsrichter-Chef Volker Roth hatte die von Bundesliga-Referee Michael Kempter gemachten Aussagen erst einen Monat später weitergeleitet. Noch vor der Sitzung in Frankfurt hatten Franz Beckenbauer und der frühere DFB-Boss Gerhard Mayer-Vorfelder Zwanziger den Rücken gestärkt. (dpa)

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