Sport : Schiedsrichter Wolfgang Stark: Lob vom DFB und aus Düsseldorf

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Berlin - Wolfgang Stark, Schiedsrichter am Dienstag, hat sicher schon einfachere Arbeitstage hinter sich gebracht als das Spiel zwischen Fortuna und Hertha. Allerdings erhielt der 42-jährige Bayer aus Ergolding nach dem verspäteten Abpfiff im Düsseldorfer Stadion auch Lob für sein Handeln. Der WM-Referee äußerte sich selbst nicht zu den unrühmlichen Vorfällen – schließlich ist er nun wichtigster Zeuge im Sportgerichtsprozess des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

„Ich muss ehrlich sagen: Ich war letztendlich dann froh, dass Herr Stark immer die Übersicht behalten hat“, sagte Fortunas Trainer Norbert Meier nach dem 2:2 im Relegationsrückspiel. Als WM- und Olympia-Referee, Spielleiter von 260 Bundesligapartien und zuletzt des Europa-League-Finals, hat Stark viel erlebt – nicht aber so eine Begegnung wie am Dienstagabend, als tausende Fortuna-Anhänger in der Nachspielzeit den Rasen stürmten. Dass er nach 21-minütiger Unterbrechung die restliche Nachspielzeit noch spielen ließ, als der Platz wieder geräumt war, und nicht einfach den Spuk beendete, damit lag der Bankkaufmann richtig: „Der Schiedsrichter kann die Nachspielzeit bei Bedarf verlängern, nicht aber kürzen“, heißt es im DFB-Regelwerk.

Schiedsrichterabteilungsleiter Lutz Michael Fröhlich erklärte: „Insgesamt sieben Minuten waren aufgrund der Vorkommnisse in diesem Spiel angemessen und wurden auch offen vom Vierten Offiziellen angezeigt.“ Nach fünf Minuten und 50 Sekunden seien die Zuschauer auf das Spielfeld gerannt. „Nach der Spielfortsetzung lief das Spiel noch eine Minute und 30 Sekunden. Das war völlig korrekt so“, sagte Fröhlich.

„Aus unserer Sicht hat er das sauber bis zum Ende abgewickelt“, bestätigte auch Herbert Fandel, der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichterkommission. Fandel betonte: „Wir sind sehr froh, dass wir unseren erfahrensten Mann für dieses Spiel angesetzt haben.“ Stark ist auch für die Europameisterschaft in der Ukraine und Polen nominiert. „Er ist ein Stück weit krisenerprobt“, sagte Fandel. dpa

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