Schiedsrichterstreit : Einigung mit Dieter Hoeneß

Der Schiedsrichterstreit zwischen Dieter Hoeneß und dem DFB ist beigelegt. Der Hertha-Manager hatte sich nach der Niederlage der Berliner in Cottbus äußerst kritisch über Schiedsrichter Wagner geäußert.

Frankfurt/Main - Das Verfahren gegen den Manager des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin vor dem DFB-Sportgericht werde ausgesetzt, teilte der DFB mit. Bei einem Treffen am Mittwoch in München hätten sich Hoeneß und der Sportgerichts-Vorsitzende Rainer Koch darauf geeinigt, hieß es.

Demnach soll das nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss eingeleitete Verfahren zum Ende der Saison 2006/07 eingestellt werden, sofern es bis dahin zu keinem neuen Verfahren gegen Hoeneß kommt und der Kontrollausschuss dieser Vorgehensweise zustimmt. Gleichzeitig erklärte sich Hoeneß bereit, 5000 Euro an die DFB-Stiftung Egidius Braun zu spenden und im nächsten Bundesliga-Spiel nicht auf der Hertha-Bank Platz zu nehmen. Der DFB wertete dies als Zeichen des guten Willens für eine künftig bessere Zusammenarbeit mit den DFB-Schiedsrichtern.

Hoeneß bedauert seine Wortwahl

Hoeneß hatte sich im Anschluss an die 0:2-Auswärtsniederlage am 9. Spieltag Ende Oktober beim FC Energie Cottbus äußerst kritisch zur Leistung von Schiedsrichter Lutz Wagner geäußert. Hoeneß habe seine damalige Wortwahl bedauert und versichert, dass er nicht beabsichtige, Einfluss auf die Schiedsrichteransetzung für Spiele von Hertha BSC nehmen zu wollen.

Koch hofft nun darauf, dass die "Kommunikation" zwischen Hoeneß und den DFB-Schiedsrichtern besser wird. Er halte die Verhängung einer Strafe angesichts der von Hoeneß abgegebenen Erklärungen für nicht erforderlich. Hoeneß sei mit Volker Roth, dem Vorsitzenden des DFB-Schiedsrichterausschusses, übereingekommen, dass es möglich sein müsse, sich nach strittigen Schiedsrichterleistungen austauschen und sachliche Kritik zu äußern. Zum Schutz der Schiedsrichter müsse eine solche Diskussion aber vertraulich geführt werden. Hoeneß und Roth wollen künftig in solchen Fällen direkt miteinander sprechen.

(Von Holger Pfeiffer, ddp)

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