Sport : Schläfrig am Bodensee

Volleys unterliegen Friedrichshafen 1:3, weil Sivula erst spät Akzente setzt.

Der Mann für die wichti gen Bälle. Urpo Sivula war der beste Angriffsspieler der BR Volleys gegen Friedrichshafen (rechts Libero Martin Krystof). Foto: Harald Ottke Foto: Harald Ottke
Der Mann für die wichti gen Bälle. Urpo Sivula war der beste Angriffsspieler der BR Volleys gegen Friedrichshafen (rechts Libero...Foto: Harald Ottke

Friedrichshafen - Es war 21Uhr 54, als Urpo Sivula wieder mal mit voller Kraft auf den Ball schlug. Er hatte viele Punkte an diesem Abend gemacht, diesen Ball aber schlug er ins Aus. Und damit hatte seine Mannschaft, die BR Volleys, ihr erstes Halbfinal-Spiel in den Play-offs verloren. Der VfB Friedrichshafen gewann gestern Abend durch diese Aktion nicht bloß den vierten Satz, sondern zugleich die Partie: 1:3 (20:25, 16:25, 25:23, 25:27) unterlag der Volleyball-Bundesligist aus Berlin in der Friedrichshafener ZF Arena dem Titelverteidiger.

Der Finne Sivula besetzte eine Schlüsselrolle bei den Berlinern an diesem Abend. Aus Sicht der BR Volleys lässt sich die Partie teilen: In die Zeit, in der Sivula nicht als Diagonalangreifer auftrat und die, in der er, der etatmäßige Außenangreifer, den Mann für die Big points spielte. In den ersten beiden Sätzen wirkten der wochenlang verletzte Paul Carroll und dann Aleksandar Spirovski auf der Diagonalposition. Die Folge war, „dass wir in den ersten beiden Sätzen nicht den Hauch einer Chance hatten“, sagte Volleys-Manager Kaweh Niroomand. „Wir hatten in dieser Phase so gut wie keinen Angriff.“ Es lag natürlich nicht bloß an Carroll und Spirovski, dass die Volleys chancenlos waren, „die ganze Mannschaft hatte diese Sätze verschlafen“ (Niroomand). Aber Diagonal ist die zentrale Angriffsposition.

Erst im dritten und vierten Satz, als die Angriffe der Volleys durch Sivula besser wurden, als auch Außenangreifer Roko Sikiric wieder stärker wurde und eine Aufschlagserie hinlegte, kamen die Berliner viel besser ins Spiel. Im dritten Satz holten die Volleys einen Rückstand auf und kämpften sich sogar zum Satzgewinn. Auch den vierten Satz hätten die Gäste sogar noch gewinnen können, nachdem sie schon 4:9 zurückgelegen hatten.

Am Sonntag findet das zweite Spiel statt, diesmal in der Schmeling-Halle. „Wenn wir dort anknüpfen, wo wir im dritten und vierten Satz aufgehört haben“, sagte Niroomand, „haben wir gute Chancen, zu gewinnen.“ Tsp

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