Sport : Schlechte neue Zeit

Zehn Deutsche spielen nächste Woche in Wimbledon

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London (Tsp). Die Zeiten, da das deutsche Tennis in Wimbledon große Feste feiern konnte, sind schon lange vorbei. Vor vier Jahren stand zuletzt eine Deutsche im Finale (Steffi Graf), vor acht Jahren zuletzt ein Deutscher (Boris Becker). Die letzten Siege liegen sieben Jahre (Graf) und zwölf zurück (Michael Stich). Die Gegenwart ist weniger strahlend: 2002 kam keine deutsche Spielerin über Runde zwei hinaus, bei den Männern schieden Rainer Schüttler und Nicolas Kiefer in der dritten Runde aus. Sie sind auch in diesem Jahr die Deutschen mit den besten Chancen. Schüttler trifft in der ersten Runde auf den Schweizer Michel Kratochvil, gegen den er vor zwei Jahren das Finale von Schanghai gewonnen hat. Kiefer wird es mit einem Qualifikanten zu tun haben, könnte dann aber auf French Open-Finalist Martin Verkerk treffen, dem viele wegen seiner gewaltigen Aufschläge auch in Wimbledon einiges zutrauen.

Sechs deutsche Spieler und vier deutsche Spielerinnen stehen im Hauptfeld des Turniers. Tomas Behrend muss gegen Juan Ignacio Chela (Argentinien) spielen. „Es gibt auf Rasen unangenehmere Gegner“, sagt er. Alexander Popp trifft auf Hicham Arazi (Marokko) und Alexander Waske auf den Briten Greg Rusedski. Lars Burgsmüller könnte schon in Runde zwei auf Andre Agassi treffen, vorausgesetzt, er setzt sich zuvor gegen den Spanier Albert Montanes durch. Von den deutschen Frauen hat Marlene Weingärtner das leichteste Los erwischt: Sie trifft auf die Britin Jane O’Donoghue. Anca Barna spielt gegen die Bulgarin Magdalena Malejewa. Die Berlinerin Angelika Rösch bekommt es mit der Russin Jelena Dementjewa zu tun, die sie vor einem Jahr bei den German Open in Berlin schon einmal besiegt hat. Barbara Rittner hatte vor der Auslosung zwei Wünsche geäußert: nicht gegen die Belgierin Els Callens spielen zu müssen und nicht gegen Serena Williams. In der ersten Runde trifft Rittner auf Callens, und sollte sie gewinnen, muss sie gegen Serena Williams spielen.

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