• Schlechtestes WM-Abschneiden der deutschen Boxer seit 1993. Nur noch ein Duo im Ring

Sport : Schlechtestes WM-Abschneiden der deutschen Boxer seit 1993. Nur noch ein Duo im Ring

Gert Glaner

Ali Ahraoui und Steffen Kretschmann kämpfen als einzige deutsche Boxer bei den 10. Weltmeisterschaften der Amateure in Houston als WM-Debütanten um den Einzug in die Finals. Die beiden Hallenser Steven Küchler (Welter) und Norman Schuster (Leicht) sowie der Berliner Cengiz Koc (Superschwer) schieden im Viertelfinale hingegen aus. "Die Jungens haben alle toll gekämpft. Aber leider haben wir Deutschen in den internatonalen Gremien keine Lobby mehr", urteilte Chef-Bundestrainer Helmut Ranze (Worms). Mit zwei Medaillen wiederholt die mit acht Debütanten angetretene deutsche Staffel unfreiwillig das schlechte WM-Abschneiden 1993 in Tampere.

Der deutsche Vizemeister Ali Ahraoui kam im Viertelfinale gegen den Venezolaner Patrick Lopez zu einem 10:5-Sieg, den er vor allem einer starken dritten Runde verdankte. Mit Bronze will sich der 20-Jährige allerdings nicht begnügen. "Ich habe die Chance auf Gold, und die will ich auch nutzen", versprach der Wiesbadener vor dem Halbfinale gegen den Franzosen Blain. Steffen Kretschmann bekam nach seinem 10:0-Erfolg über den Letten Roman Kuklins wie Ahraouigute gute Kritiken. "Diese Leistung sollte Steffen Auftrieb geben", sagte Ranze.

Den beiden Deutschen Meistern Schuster und Küchler war das Glück hingegen nicht hold. Schusters 8:15-Niederlage gegen den Rumänen George Lungu war ebenso umstritten wie Küchlers 4:5 gegen den Russen Timur Gaidalow. Der Superschwergewichter Cengiz Koc unterlag im letzten Kampf des fünften Wettkampftages Mukhtarkhan Dildabekow (Kasachstan) mit 4:8.

Rumänien stellt mit sieben Halbfinalisten die meisten Medaillengewinner. Russland hat noch sechs, Kuba noch fünf Boxer im Wettbewerb, darunter Rekord-Weltmeister Felix Savon, der vor seinem siebten WM-Titel in Folge steht.

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