Sport : Schluss mit lustig

Mathias Klappenbach

Endlich sieht die Tabelle fast so aus, wie sie sein soll. Zwar benimmt sich Alemannia Aachen noch ein bisschen frech, trotzdem kann man mit dem siebten Spieltag die WM und ihre Nachwirkungen endgültig abhaken. Den Kinofilm dürften inzwischen ja auch alle gesehen haben. Nun nehmen die Großen der Bundesliga ihre angestammten Plätze in der ersten Reihe ein. Der FC Bayern und Werder Bremen haben so gespielt, dass man sich auf ihr Duell am nächsten Samstag eine ganze Woche lang freuen kann.

Die Bundesliga macht mehr Spaß, wenn die Vereine oben stehen, von denen man es auch erwartet. Natürlich ist es eine schöne Story, wenn sich eine Überraschungsmannschaft wie Hertha BSC wichtig macht und die Spieltage Ergebnisse liefern wie eine Pokalrunde. Aber nach ein paar Spieltagen der Ausgeglichenheit wird schnell über das niedrige Niveau der Liga gejammert, und dann scheiden die national kriselnden Spitzenvereine auch noch in den internationalen Wettbewerben aus. Schon besteht gleich wieder die Gefahr, dass ein internationaler Startplatz wegen der schlechten Ergebnisse wegfällt. Das kann niemand ernsthaft wollen. Deshalb müssen – im nationalen und in ihrem eigenen Interesse – auch Aachens Fans für Bremen, Bayern oder Schalke sein.

Das fällt schwer. Aber eine Liga der Außenseiter ist langweilig. Denn ohne Favoriten gibt es keine Überraschungen. Gegen die Bayern zu gewinnen, macht einfach mehr Spaß, wenn sie dadurch auch noch die Tabellenführung verlieren.

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