Sport : Schmerzhafter Verlust

Ohne Micoud spielt Bremen 1:1 gegen Kaiserslautern

Frank Hellmann

Bremen – Am Ende, nach dem 1:1 (0:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern, sprachen die Profis von Werder vor allem über den Mann, der erstmals in dieser Saison nicht mitgespielt hatte. „Natürlich hat uns Johan gefehlt“, sagte etwa Nationalstürmer Miroslav Klose. „Man hat den Ausfall von Johan sehr bemerkt“, sagte Kloses Kollege Christian Schulz. „Johan können wir nicht ersetzen“, klagte Werders Trainer Thomas Schaaf.

Johan Micoud ist Leitfigur, Vorbereiter und Torschütze in Personalunion. Und unverzichtbar für das Offensivspiel des Deutschen Meisters. Wegen Rückenbeschwerden war Micoud nach dem Aufwärmen kurzfristig ausgefallen. Ohnehin verzichten mussten sie auf Kapitän Frank Baumann, der auch für die Asienreise der Nationalmannschaft ausfällt. Für ihn nominierte Bundestrainer Jürgen Klinsmann den Lauterer Marco Engelhardt nach.

Fast logisch also, dass es im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern deshalb für Werder angesichts der personellen Situation nur zu einem Unentschieden reichte. Denn in einem überaus einseitigen Spiel, in dem die Gäste kurz nach der Pause durch ein Kopfballtor von Carsten Jancker in Führung gegangen waren, fehlten den Bremern Ideen und Esprit.

Klose sagte: „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt.“ Die Stürmer agierten in der Tat unglücklich, und so war es Mittelfeldspieler Tim Borowski, der nach einer Stunde mit einem schönen Heber den Ausgleich erzielte. Freilich: Angesichts der Bremer Überlegenheit wollte Schaaf nicht zu kritisch sein. „Es ist nur schade, dass wir uns für die Arbeit nicht belohnt haben“, sagte er.

Doch dieses Manko hatten die Bremer schon mehrfach in dieser Saison, und deshalb liegt der Deutsche Meister nur auf einem Uefa-Cup-Platz. Das reicht Manager Klaus Allofs nicht: „Unsere Finanzabteilung hat sich die Abrechnung der Uefa-Cup-Spiele angesehen und dann flehentlich gesagt: Wir müssen wieder in die Champions League.“

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