Sport : Schmerzhaftes Souvenir aus Ipswich

Herthas Kroate Simunic kehrt verletzt vom Länderspiel zurück

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Berlin (–cc–). Ein wenig dünnhäutig wirken sie schon bei Hertha BSC. Der Gedanke, das Team könne beim Gastspiel am Samstag gegen Eintracht Frankfurt in die Favoritenrolle gedrängt werden, ist ihnen höchst zuwider. „Ich warne jeden, der da glaubt, das werde ein Selbstläufer“, sagt Manager Dieter Hoeneß. Und Trainer Huub Stevens wähnt jene „am falschen Platz, die denken, es werde ein leichtes Spiel“. Nur, wer glaubt das denn? Gewiss, die Frankfurter sind Tabellenletzter der FußballBundesliga. Doch wer wie Hertha in drei Spielen noch kein einziges Tor zu Stande gebracht hat, der muss nicht automatisch Favorit sein.

Hinzu kommt, dass die Berliner einmal mehr vom Verletzungspech gequält werden. Gestern kehrte Josip Simunic mit einer Fußverletzung vom Länderspiel der Kroaten gegen England (1:3) aus Ipswich zurück. „Er kann kaum auftreten“, berichtete Stevens. Simunic war zwar gestern rechtzeitig zum Training erschienen, machte aber nicht mit.

Sollte Simunic nicht spielen können, hätte Stevens ein Problem mehr. Marcelinho fällt ohnehin noch einige Zeit mit seinem Fußbruch aus, Dick van Burik (Knieprellung) und Andreas Neuendorf (Rückenprobleme) sind angeschlagen, Artur Wichniarek ist gesperrt. Im Gegensatz zu van Burik trainierte Neuendorf gestern gar nicht mit. „Wenn noch etwas passiert, muss vielleicht sogar Luizao auflaufen“, sagt Stevens. Dabei käme für den Brasilianer nach seiner Verletzungspause ein Einsatz eigentlich noch zu früh.

Nicht nur dieser widrigen Bedingungen wegen spricht Stevens von einer „Vorbereitung, die alles andere als ideal ist“. Da viele seiner Nationalspieler dieser Tage für ihre Heimatländer spielten oder zumindest in die Kader berufen wurden, war in den vergangenen Tagen an ein intensives Training nicht zu denken. Um wenigstens halbwegs passable Trainingsspielchen zu absolvieren, wurden am Dienstag Jugendspieler und tags darauf Amateure des Vereins zum Training der Profis geladen.

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