Sport : Schmerzlose Niederlage für SCC-Volleyballer

Karsten Doneck

Berlin - Italiens Zeitungen gingen nicht eben zimperlich mit Sisley Treviso um. Neben allem Hohn für die Leistung der Mannschaft fand sich im sachlichen Teil der Berichterstattung auch noch die Frage, wie man denn nach einer 2:0-Führung beim SC Charlottenburg noch 2:3 verlieren könne. Drei Wochen später, im Rückspiel in der Champions League, brachte Treviso das Kräfteverhältnis zwischen italienischer und deutscher Volleyball-Kunst wieder ins Lot. 3:0 (25:20, 25:23,25:17) siegte Treviso, und Günter Trotz, Geschäftsführer beim SCC, kam zu der Erkenntnis: „Die Italiener hatten das Hinspiel sehr gründlich ausgewertet. Bei denen war nicht mal ein Hauch von Überheblichkeit zu spüren.“

Fast ein Drittel aller Punkte für den SCC holte Angreifer Robert Kromm. Aber auch Kromm konnte die Schwächen von Marko Liefke nicht kompensieren, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Zudem war Libero Nisse Huttunen am Morgen vor dem Spiel mit einer Magen-Darm-Grippe im Hotelbett geblieben. Trainer Mirko Culic hatte bereits auf seiner Position Sebastian Prüsener als Notlösung eingeplant. Doch zehn Minuten vor Spielbeginn stellte sich Huttunen dann doch noch zur Verfügung, körperlich geschwächt allerdings. „Das Hin und Her ging ein bisschen auf Kosten der Konzentration“, sagt Trotz und ergänzte: „Unsere Spieler sind derzeit ein bisschen müde.“

Die Niederlage in Treviso hatte der SCC einkalkuliert. Die Entscheidung, ob sich der Deutsche Meister in der Champions League für die nächste Runde qualifiziert, fällt ohnehin wahrscheinlich am 5. Januar im Heimspiel gegen Unicaja Almeria (Spanien). Dann muss ein Sieg her. Derzeit belegt der SCC in der Gruppe C mit drei Siegen aus sechs Spielen den dritten Platz. Er würde zum Weiterkommen reichen.

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