• Schmerzvoll auf dem Weg zur Millionärin Dreispringerin Lebedewa gewinnt auch in Zürich

Sport : Schmerzvoll auf dem Weg zur Millionärin Dreispringerin Lebedewa gewinnt auch in Zürich

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Zürich Dreisprung-Olympiasiegerin Tatjana Lebedewa benötigt noch zwei Siege in der Golden-League-Serie der Leichtathleten, um Dollar-Millionärin zu werden. Die 29-jährige Russin gewann am Freitagabend in Zürich trotz Achillessehnenbeschwerden mit 14,94 Meter auch im vierten Golden-League-Wettbewerb. Wenn sie auch noch in Brüssel am Freitag und beim Golden-League-Finale in Berlin, dem Istaf am 4. September, gewinnt, hat sie die Summe sicher. „Diesmal ging es nur gegen mich und die Schmerzen“, sagte die 29-Jährige in Zürich. Bei den Weltmeisterschaften in Helsinki hatte sie wegen der Schmerzen auf das Finale im Dreisprung verzichtet. In Zürich lag sie vor der zwischenzeitlich führenden Weltmeisterin Trevira Smith (Jamaika/14,67).

Die Russin ist allein im Rennen um den Jackpot, weil 100-Meter-Europameisterin Christine Arron (Frankreich) über die kurze Sprintstrecke in 10,99 Sekunden hinter Veronica Campbell (Jamaika/10,85), Weltmeisterin Lauryn Williams (USA/10,88) und Chandra Sturrup (Bahamas/10,97) nur Vierte wurde. „Ich habe beobachtet, wie es Christine Arron erging, habe dabei aber keinen Druck gespürt. Der kommt erst in Berlin“, sagte Lebedewa.

Bei schlechten Witterungsbedingungen sorgte die WM-Zweite Sanya Richards (USA) über 400 Meter Hürden im Duell mit der Olympiasiegerin und Weltmeisterin Tonique Williams-Darling (Bahamas/49,30) in 48,92 Sekunden für eine Saisonbestzeit, mit der sie sich auf Rang neun in der „ewigen Bestenliste“ schob.

Für 800-Meter-Läuferin Maria Mutola (Mosambik), die 2003 die Jackpot-Million als bisher einzige Athletin allein gewonnen hatte, ging in Zürich als Viertplatzierte (2:00,22 Minuten) eine einmalige Serie von zwölf Siegen in Folge zu Ende. Es gewann die Kubanerin Zulia Calatayud (1:59,16). Das Speerwerfen der Männer gewann Tero Pitkämäki (Finnland) mit 88,71 Meter. Mit dieser Weite hätte er bei der WM den Sieg geholt. In Helsinki hatte der Finne Platz vier belegt.

Die deutschen Teilnehmer enttäuschten. Am besten platziert war Tim Lobinger (Köln) als Fünfter im wegen Regens abgebrochenen Stabhochsprung mit 5,70 Metern. Die Diskuswerfer Lars Riedel (Chemnitz/62,65 Meter) und Michael Möllenbeck (Wattenscheid/61,18) wurden Neunter und Zehnter. dpa

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