Sport : Schnell aufgeholt

Martina Ertl wird Vierte beim Weltcup-Riesenslalom in Lienz

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Lienz (dpa/Tsp). Mit einem guten zweiten Lauf hat Martina Ertl einen Podestplatz für die deutschen Skifahrerinnen als Viertplatzierte nur knapp verpasst. Dabei hatte die 30Jährige aus Lenggries beim Weltcup-Riesenslalom im österreichischen Lienz nach dem ersten Lauf noch an zwölfter Position rangiert. „Ich freue mich riesig, wieder unter den besten zehn zu sein, auch wenn ich natürlich gerne mal wieder unter die ersten drei fahren würde“, sagte Ertl. Als derzeit einzige deutsche Riesenslalom-Fahrerin in der Weltklasse konnte sie die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Im Ziel lag die Gewinnerin des Auftaktrennens von Sölden 1,22 Sekunden hinter der erstplatzierten Österreicherin Nicole Hosp. In 2:06,24 Minuten rangierte Hosp vor Renate Götschl (Österreich) und der Amerikanerin Kirsten Clark. Hosp machte mit ihrem zweiten Saisonsieg das Rennen wieder spannend, da die Schwedin Anja Pärson mit Zwischenbestzeit kurz vor Ende des ersten Laufs ausgeschieden war. Im Gesamt-Weltcup kam Nicole Hosp mit 420 Punkten näher an Pärson (510) heran, auch hier liegt Martina Ertl mit 322 Zählern auf Rang vier. Nach vier von acht Riesenslaloms übernahm die Österreicherin mit 260 Punkten in der Disziplin-Wertung die Führung von Pärson (230).

Auf der mit Kunstschnee belegten, technisch schwierigen Strecke in den Osttiroler Alpen vergab Martina Ertl durch einen Fehler eine noch bessere Ausgangsposition für den zweiten Lauf. Im zweiten Durchgang jedoch griff sie an und fuhr eine weitere Spitzenplatzierung in diesem Winter heraus. Die Kombinations-Weltmeisterin von 2001 bleibt allerdings die einzige deutsche Starterin in dieser Disziplin. „Es ist immer total schade, dass ich alleine im zweiten Lauf bin. Die anderen können auch gut Riesenslalom fahren“, sagte sie.

Maria Riesch (Partenkirchen) verpasste als 31. des ersten Laufs den Finaldurchgang nur um 2/100. Deutlicher zurück lagen hingegen Nachwuchstalent Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) als 39. und Annemarie Gerg (Lenggries) auf Rang 46. Größere Hoffnungen auf ein gutes Mannschaftsergebnis verspricht der Slalom heute (11.45, live im ZDF).

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