Sport : Schneller als Hertha

Alba Berlin schlägt im Pokal die Eisbären Bremerhaven mit 96:90

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Berlin. Bei Alba Berlin ging es gestern etwas schneller. Während die Fußballer von Hertha BSC im Pokal eine Verlängerung und ein Elfmeterschießen bemühen mussten, konnten die Berliner Basketballer um kurz nach neun Uhr bereits zum Duschen gehen. Albas Manager Carsten Kerner vermeldete fröhlich: „Wir haben keine Verlängerung gebraucht.“

Es war letztendlich ein wenig gefährdeter 96:90 (53:42)-Erfolg im Pokal beim Zweitligisten Eisbären Bremerhaven. Die Berliner folgen der TSK Würzburg, TBB Trier, Telekom Baskets Bonn und Rheinenergie Köln in das Viertelfinale. Auch in dieser Saison will Alba Berlin den Pokal gewinnen, den sie bereits in den vergangenen beiden Jahren nach Berlin geholt haben.

„Dieser Erfolg stärkt das Selbstvertrauen“, sagte Kerner. Bis zum gestrigen Abend hatten die Berliner in dieser Saison noch kein Auswärtsspiel gewonnen. In Gießen und in Bamberg hatten die Berliner in der Bundesliga verloren. Doch gegen den Zweitligisten gab es keine größeren Probleme. Bereits nach sechs Minuten hatte sich Alba mit 22:6 abgesetzt. „Bremerhaven war es nicht gewohnt, gegen so eine Defense zu spielen“, sagte Kerner, „das hat man am Anfang gemerkt.“ Die Bremerhavener hatten sich unmittelbar vor dem Spiel noch mit dem Litauer Kestutis Marciulionis verstärkt, weil der zweite Aufbauspieler Ingo Freyer sich eine schwerere Verletzung zugezogen hat. Doch der Neuzugang fand noch keine Bindung zum Team. Von acht Würfen aus dem Feld traf er nur einen. Bei Alba traf John Best mit 23 Punkten am besten.

Besser machten es die Berliner, die ähnlich auftraten wie beim Erfolg am vergangenen Samstag in der Bundesliga. Wieder startet der Pole Szymon Szewczyk anstelle von Jovo Stanojevic, wieder spielte Aufbauspieler Mithat Demirel sehr wenig. In elf Minuten Spielzeit kam der Nationalspieler nur auf drei Punkte. „Er braucht noch Zeit“, sagt Kerner, „die Spritzigkeit fehlt ihm noch.“ Lediglich im zweiten Viertel waren die Gastgeber vor knapp 3000 Zuschauern noch einmal bis auf zwei Punkte herangekommen. Mit einer 9:0-Serie setze sich Alba ab. Bremerhaven kam nur noch am Ende näher heran. Fast klang es enttäuscht, als Kerner sagte: „Im Februar war hier mehr los.“ ben

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