Sport : Schock für Bayer

Mit der ersten Heimniederlage der Saison haben die Titel-Ambitionen von Bayer 04 Leverkusen einen weiteren schweren Dämpfer erhalten. Drei Tage nach der psychologisch bedeutsamen Pleite beim FC Bayern München verloren die Schützlinge von Trainer Klaus Toppmöller am Mittwoch gegen den FC Schalke 04 mit 0:1 (0:0). Der Treffer von Nationalspieler Jörg Böhme in der 52. Minute wirkte demoralisierend auf die bis dahin überlegenen Gastgeber, die sich danach nur noch hilflos um den Ausgleich bemühten. Dagegen nahmen die Schalker, die schon im Vorjahr für die einzige Bayer-Heimniederlage gesorgt hatten, mit dem vierten Sieg in Folge weiter Kurs auf den angestrebten Uefa-Cup.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Leverkusen, nach der Rückkehr des genesenen Lucio erstmals seit zwei Monaten wieder in Bestbesetzung, begann entschlossen, die Scharte vom Sonntag auszumerzen. Vor allem im Mittelfeld erspielten sich die Hausherren eine Überlegenheit über die Schalker, die sich einigelten und dem Gegner alle Freiräume ließen. Der Vizemeister scheute die Zweikämpfe und wirkte in vielen Szenen wie gelähmt.

Allein der mangelhaften Chancenverwertung hatten es die Schalker zu verdanken, dass es zur Pause trotz eines Chancen-Verhältnisses von 1:12 zur Pause noch 0:0 stand. Die halbe Bayer-Elf hatte die Möglichkeit zur Führung, doch entweder landete der Ball in den Armen des sicheren Oliver Reck oder verfehlte das Tor. Die größten Möglichkeiten vergaben Ze Roberto, Ballack und Kirsten, dessen Kopfball übers Tor ging.

Die Schalker entwickelten in der ersten Halbzeit praktisch null Initiative im Angriff - kamen aber wie verwandelt aus der Kabine. Der Führungstreffer durch Böhme in der 52. Minute stellte zu diesem Zeitpunkt allerdings den Spielverlauf auf den Kopf. Der 22-Meter-Freistoß des Nationalspielers prallte zwar zunächst an der Leverkusener Mauer ab, den Abpraller aber nahm Böhme mit vollem Risiko wieder auf. Mit einem strammen Schuss ließ er Torhüter Hans-Jörg Butt keine Abwehrchance. Den völlig geschockten Leverkusenern gelang danach so gut wie nichts mehr.

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