Sport : Schöner schwimmen

Die tollsten Rutschen, die weißesten Strände, die coolsten Locations: Eine Hitliste des Sommers

Hannah Lühmann

Bald sollen sich die letzten Wolken wieder verziehen, und der Berliner Traumsommer mit 30 Grad plus kehrt zurück. Zeit, sich wieder abzukühlen. Doch Berlins Freibäder bieten mehr als Becken, Strand und Wasser. Wir haben uns Berlins Bäder mal durch die Sonnenbrille angeschaut – hier ein paar Tipps.

Schneller rutschen. Schon der Name klingt aufregend: Highspeedrutsche. So heißt eine der drei Rutschen im Sommerbad Pankow – die sind bis zu 60 Meter lang. Die Treppe windet sich nach oben, die Röhren schlängeln sich in alle Richtungen. In Pankow gibt es auch ein Erlebnisbecken mit Fontänen, Sprudeldrüsen und Strömungskanal. Außerdem können Besucher aus drei, fünf und sieben Meter Höhe ins Becken springen. Relaxen kann man anschließend im Whirlpool (Freibad Pankow, Wolfshagener Str. 91-93, 13187 Berlin, Telefon: 47497220).

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Schöner sonnen. Keine andere Metropole hat so viele saubere Seen mit wunderschönen Sandstränden. Im Strandbad Tegel beispielsweise gibt es für einen leider verhältnismäßig teuren Tagespreis von fünf Euro sogar Strandkörbe. Nicht nur der Strand selbst ist gepflegt, auch Umkleiden, Duschen und Toiletten lassen an Sauberkeit nichts zu wünschen übrig. Und wer Spaß an Sport auf weißem Sand hat, wird vom Volleyballplatz begeistert sein. Des Weiteren sind Riesenrutsche, Sprungturm sowie eine Badeinsel im Angebot. Einen wunderschönen Blick über den Strand kann man auch bei Kaffee, Kuchen oder Salat vom Restaurant aus genießen (Strandbad Tegeler See, Schwarzer Weg 21, 13505 Berlin, Tel. 434 10 78).

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Spontan schnorcheln. Luftmatratze vergessen? Kein Problem: Matratzen, Schnorchel oder Wasserpistolen gibt es im Strandbad Lübars. Der Sandstrand des kleinen Sees ist zwar eher schmal, dafür kann man sich aber in Strandkörbe oder aber auch ins Restaurant am kleinen, schilfbewachsenen See zurückziehen. Und wer nicht im Wasser schnorcheln oder am Boden mit Wasserpistolen spritzen möchte, der kann in die Luft gehen: am Sprungturm (Strandbad Lübars, Am Freibad 9, 13469 Berlin, Tel. 402 60 50).

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Tiefer springen. Für Mutige lohnt sich ein Besuch im Sommerbad Wilmersdorf. Dort gibt es ein Zehn-Meter-Brett. Wer die Sprungbrettleitern dann doch lieber wieder hinunterklettert, dem bleibt immer noch die Wasserrutsche sowie das Terrassenrestaurant mit Seeblick. Das Strandbad ist auch für Kinder geeignet. Es gibt Liegewiese, Kinderrutsche, Baby-Becken und eine Trampolinanlage sowie einen Kinderspielplatz. Gleich drei Bademeister beaufsichtigen das Spring- und Badevergnügen. Vielleicht traut man sich ja dann doch aufs Zehn-Meter-Brett (Sommerbad Wilmersdorf, Forckenbeckstraße 14, 14199 Berlin, Tel. 897 74 10).

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Fröhlicher planschen. Jungen und Mädchen baden gern im Kinderbad Monbijou in Mitte. Wie wär’s denn mal mit dem Kinderbad Platsch? Hier gibt es ausschließlich flache Kinderbecken. Und sogar eine Wassergrotte mit Wasserfall, da kommen dann die Eltern auf ihre Kosten. Auch ein Imbiss und ein Kiosk sind auf dem Gelände. Zudem ist das Kinderbad Platsch behindertenfreundlich (Kinderbad Platsch, Max-Herrmann-Str. 7, 12687 Berlin, Tel. 9309971).

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Günstiger schwimmen. Gleich mehrere Freibäder und Gaststätten findet man am Müggelsee in Köpenick, dem größten Berliner See. Die schlechte Nachricht: Das ehemalige Strandbad wird nicht mehr von den Berliner Bäderbetrieben unterhalten, und es gibt auch keine Bademeister mehr. Die gute: Der Eintritt ist gratis, und Ein-Euro-Jobber halten die Fläche in Schuss. Außerdem kann man hier auch wunderbar segeln und windsurfen. Die rundum gelegenen Müggelberge bieten eine gute Gelegenheit zum Wandern, und wer lieber Boot fährt, freut sich bestimmt über den Bootsverleih (Bad am Müggelsee, Fürstenwalder Damm 838, 12587 Berlin, Tel. 674 98 13).

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Außergewöhnlicher ausruhen. Das außergewöhnlichste Schwimmbad Europas findet man mitten in Berlin: Ein schwimmender Pool in der Spree. Dort gibt es eine Open-Air-Bar, einen Panorama-Blick und, wie es auf der Homepage vielversprechend heißt, „Szeneanschluss“. So liegen die Handtücher aber auch eng an eng. Rein kommt man für drei Euro aufwärts, je nach Event. Selbst Yoga- und Chi-Gong-Kurse sowie Massage gehören zum Angebot. Geöffnet: open end (Badeschiff an der Arena, Eichenstr. 4, 12435 Berlin, Tel. 533 20 30).

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Cooler chillen. Das Strandbad Weißensee hat noch den gesamten August bis nachts geöffnet. Nach 19 Uhr sind zwar keine Rettungsschwimmer mehr am Strand, dafür besticht dieses Freibad durch seine Bar mit überdachtem Außenbereich und 60 bis 80 Sitzplätzen. In der „Überseebar“ gibt es meist bis Mitternacht mehr als 60 verschiedene Cocktails von 5 bis 6 Euro. Strand- und Ferienstimmung gibt es gratis dazu. Aber ins Wasser sollte man dann lieber nicht mehr gehen (Strandbad am Weißen See, Seeweg, 13088 Berlin, Tel.: 925 32 41).

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... und noch ein paar Tipps fürs Umland. Am Wandlitzsee nördlich von Berlin gibt es sogar eine Tauchbasis – und einen Surfverleih.Das Strandbad hat noch bis Ende August geöffnet (Strandbad Wandlitzsee, Prenzlauer Chaussee 154, 16348 Wandlitz). Schön ist auch das Freibad Ferch am südlichen Ende des idyllischen Schwielowsees (Café und Strandbad Ferch, Dorfstr.1, 14548 Ferch).

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