Sport : Schönwetterfahrer

Die Deutschen rollen bei der Motorrad-WM in den Niederlanden nur hinterher oder scheiden aus

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Assen/Leipzig Es war wahrlich kein schönes Wochenende für die deutschen Motorradfahrer, mal abgesehen von den Sonnenstrahlen. Beim Großen Preis der Niederlande in Assen erreichten Steve Jenkner, Alex Hofmann und ihre Kollegen nur Streichergebnisse. In der 250-ccm- Klasse stürzte Jenkner nach einem Defekt, in der Achtelliterklasse fuhren Dario Giuseppetti und Sandro Cortese nur hinterher. Und Alex Hofmann musste im MotoGP-Rennen in der 14. Runde aufgeben.

„Der Zylinder ist festgegangen, deshalb bin ich geradeaus geschossen“, erklärte Jenkner, der zwei Wochen nach seiner ersten Zielankunft der Saison in Barcelona die Zielflagge in Assen wieder einmal nicht sah. Beim fünften Start fiel der Aprilia-Pilot aus Sachsen, der den einzigen Grand-Prix-Sieg seiner Karriere in Assen gefeiert hatte, bereits zum vierten Mal aus, zwei Rennen musste er verletzungsbedingt aussetzen. Honda-Pilot Dirk Heidolf aus Hohenstein-Ernstthal erzielte bei seinem Comeback nach einer Armverletzung mit Rang 19 immerhin die beste deutsche Platzierung.

Ein Problem mit der Kette der Kawasaki bedeutete das Aus für den Bochumer Hofmann, der vom zehnten Startplatz aus ins Rennen gegangen war und zwischenzeitlich auf Rang sieben fuhr. „Das war das beste Rennen, das ich je gezeigt habe“, sagte er hinterher enttäuscht. Rund lief es dagegen bei Valentino Rossi. Der italienische Weltmeister gewann vor 90 000 Zuschauern das fünfte MotoGP-Rennen in Serie. Im siebten der 17 WM-Läufe fuhr der Yamaha-Pilot seinen sechsten Sieg ein und baute mit 170 Punkten die Führung in der WM-Wertung vor dem Italiener Marco Melandri (Honda/107) aus. „Ich musste perfekte Runden hinlegen, um zu gewinnen“, sagte Rossi.

In der 250-ccm-Klasse sicherte sich der argentinische Aprilia-Fahrer Sebastian Porto seinen ersten Saisonsieg. In der WM-Wertung führt Titelverteidiger Pedrosa mit 143 Punkten vor dem Australier Casey Stoner (Aprilia/106). Durch den Sieg schob sich Porto (74) auf den vierten Rang der Gesamtwertung vor. Der Ungar Gabor Talmacsi triumphierte in der Achtelliterklasse. Nach 17 Runden erreicht der KTM-Pilot als Erster das Ziel vor Hector Faubel. In der WM- Wertung schloss Talmacsi mit dem zweiten Saisonsieg mit 100 Punkten zum Italiener Mattia Pasini auf. Die Deutschen sahen erneut nur die Rücklichter vieler Konkurrenten: der Berliner Giuseppetti wurde 23., Cortese aus Berkheim erreichte mit seiner Honda den 24. Rang. Das nächste WM-Rennen steht am 10. Juli in den USA an. dpa

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