Sport : Schon wieder verloren

Hamburgs Krise findet kein Ende: 1:2 in Bochum

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Bochum - Für den Hamburger SV und Trainer Thomas Doll wird die Lage immer bedrohlicher. Die Hanseaten verpassten am Samstag beim VfL Bochum den erhofften Befreiungsschlag und unterlagen im Kellerduell mit 1:2 (1:1). Den Führungstreffer der Bochumer durch Christoph Dabrowski konnte Danijel Ljuboja zwar ausgleichen. Doch Bochums Spielmacher Zvjezdan Misimovic besiegelte vor 25 715 Zuschauern mit seinem Freistoßtor die sechste Saisonniederlage der Hamburger.

HSV-Kapitän Rafael van der Vaart sah in der 80. Minute die Rote Karte nach einem groben Foulspiel und wird seiner Mannschaft in den nächsten Spielen nicht zur Verfügung stehen. Während Bochum im Kampf gegen den Abstieg drei wichtige Zähler verbuchte, rutscht der HSV immer tiefer in die Krise. Die Hamburger mussten auf insgesamt sieben verletzte Profis verzichten. Nach dem 1:2 gegen Bayern München fielen auch Raphael Wicky, Mario Fillinger und Thimothee Atouba aus.

Nach 22 Pflichtspielen mit nur einem Sieg war dem HSV die Verunsicherung anzumerken. Dennoch erwischten die Norddeutschen den etwas besseren Start. Van der Vaart prüfte Bochums Torhüter Peter Skov-Jensen schon in der dritten Minute. Kurz darauf hatte Jarolim Pech, dass sein Schuss abgefälscht wurde und knapp über das Tor strich.

Die überraschende Führung durch Dabrowskis erstes Saisontor gab dem VfL etwas mehr Sicherheit. In den folgenden 30 Minuten kontrollierten die Bochumer weitgehend das Geschehen in einer hektischen und zerfahrenen Partie. Glück hatte der HSV bei einem Freistoß von Misimovic, der knapp am Tor vorbei strich. Nachdem Paolo Guerrero das Außennetz getroffen hatte, brachte Ljuboja mit dem überraschenden Ausgleich die Hanseaten kurz vor der Pause zurück ins Spiel. Eine Flanke von van der Vaart verwertete er per Kopf zu seinem dritten Saisontor.

Nach dem Wechsel drängten die Hamburger auf den Siegtreffer. Doch Bochum machte es den Gästen mit aggressivem Spiel sehr schwer, so dass sich die HSV-Stürmer kaum in Szene setzen konnten. Zudem wurde das Spiel von Schiedsrichter Wolfgang Stark häufig wegen zahlreicher kleiner Fouls unterbrochen. So war es kein Wunder, dass die Entscheidung durch eine Standardsituation herbeigeführt wurde. Bochums Spielmacher Misimovic zirkelte einen Freistoß aus gut 20 Metern ins Tor. dpa

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