Schüler schreiben : "Ein klasse Team"

Die deutschen Mannschaften im Rollstuhlbasketball können sich freuen: Die diesjährigen Paralympics werden die größten aller Zeiten sein.

Maxie Borchert
Maxie Borchert und Nicolas Feißt, Schülerreporter der "Paralympics Zeitung" interviewen Nicolai Zeltinger, den Bundestrainer der deutschen Rollstuhlbasketballer.
Maxie Borchert und Nicolas Feißt, Schülerreporter der "Paralympics Zeitung" interviewen Nicolai Zeltinger, den Bundestrainer der...Foto: Thilo Rückeis

Die Vorbereitungen auf die „Paralympics 2012“ sind in vollem Gange.                               

Auch die Mannschaften, die im Sommer ihre Nationen vertreten werden, geben schon jetzt ihr Bestes, um gerüstet zu sein. Am Wochenende fand beispielsweise der „BT Paralympic World Cup“ in Manchester statt, bei denen sich Teams aus aller Welt spannende Wettkämpfe lieferten.

So auch die deutschen Mannschaften im Rollstuhlbasketball. Unsere Damen holten sich hier die Goldmedaille und die Herren siegten im Bronzefinale gegen Japan mit 59:54 Punkten. „Zu Beginn des Spiels lief alles gut, aber dann haben wir im dritten Viertel sehr nachgelassen, wodurch es zu einem eher knappen Ergebnis kam.“, sagte der 24-jährige Nationalspieler Jan Haller nach dem Match.

Die deutsche Männer-Mannschaft für die „Paralympics 2012“ steht seit Ende Mai fest und nach Aussagen von Trainer Nicolai Zeltinger sei das Mannschaftsklima ausgezeichnet. „Ich wollte, dass der Kader für die Spiele so früh wie möglich feststeht, so dass die Spieler über einen langen Zeitraum zusammenwachsen können und wir die Möglichkeit haben viel auszuprobieren.“ Das Team befindet sich nämlich noch in der Experimentierphase und variiert zwischen den verschiedensten Aufstellungen. „Natürlich könnten wir auch auf Sieg spielen, aber wir wollen genau wissen wo unsere Stärken liegen und das funktioniert nur, wenn man viele Dinge testet.“

Außerdem setzt Zeltinger auf Teamgeist. „Viele Trainer geben ihren Kader absichtlich erst kurz vor dem jeweiligen Höhepunkt bekannt, um die Rivalität im eigenen Team zu schüren und somit die Leistung des einzelnen zu optimieren. Wir wollen jedoch als Mannschaft gegen solche Einzelspieler agieren und der Erfolg gibt uns Recht.“                                                 

Denn ihr Ziel, mit den großen Nationen mitzuhalten, haben die deutschen „Rollies“ schon während der laufenden Vorbereitung erreichen können. Am vergangenen Wochenende schaffte es die Mannschaft, bei einem internationalen Wettkampf in Frankfurt am Main während der Vorrunde, einen Sieg gegen Topfavorit USA einzufahren.                           

„Und mit Dirk Passiwan haben wir sogar noch ein Ass im Ärmel!“, verrät der Trainer zuversichtlich. Passiwan war Topscorer der letzten Europameisterschaft und Trainer Zeltinger hält ihn für einen der besten Spieler weltweit. Der Mann mit dem „begnadeten Händchen“ muss zurzeit noch eine Entzündung im Ellenbogen auskurieren, wird jedoch bis zu den Spielen wieder fit sein.

Maxie Borchert, Schülerreporterin der "Paralympics Zeitung".
Maxie Borchert, Schülerreporterin der "Paralympics Zeitung".Foto: Thilo Rückeis

„Die Tatsache, dass die Jungs auch ohne ihn erfolgreich sind, macht mich stolz. Aber wir haben auch einfach ein klasse Team mit so tollen Charakteren, die genau wissen, worum es geht.“, sagt der Trainer, mit angeschwellter Brust, begeistert.

Mit dem „BT Paralympic Worldcup“ in Manchester bestritten die deutschen Rollstuhlbasketballer am Wochenende einen von zahlreichen Vorbereitungswettkämpfen. Bis zu den Paralympics stehen noch neun weitere Maßnahmen an, unter anderem in den USA, Polen und der Türkei. „Wir freuen uns unglaublich auf diesen, auf den größten aller Sportevents!“, sagt Jan Haller mit strahlenden Augen und spricht dabei für das gesamte Team.

Und die Mannschaft kann sich wirklich freuen, denn die diesjährigen Paralympics werden die größten aller Zeiten sein.

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