Schülerpraktikum in der Sportredaktion : "Erst skeptisch, dann Ziel erreicht"

Zwei Wochen in der Sportredaktion, das hat Schülerpraktikantin Yara am Ende gefallen - obwohl sie nicht eben ein Sportfan ist. Ein Erlebnisbericht.

Yara Abdel-Ghany
Sag, mal Pal. Trainer Dardai auf einer Hertha-PK.
Sag, mal Pal. Trainer Dardai auf einer Hertha-PK.Foto: Imago/Koch

Die meisten Schulen schicken ihre Neuntklässler auf Entdeckungsreise in die Berufswelt. Auch wir sollten einen Einblick in die „richtige“ Welt bekommen. Wir bereiteten uns ein halbes Jahr im Unterricht vor. Wir schrieben Lebensläufe und Anschreiben, recherchierten Interessantes über bestimmte Berufe, das wir später in der Gruppe präsentierten und vieles mehr. Als dann Bewerbungszeit war, hatte ich das doch ein wenig auf die lange Bank geschoben. Aber letztendlich schaffte ich es doch, mich an ein paar Orten zu bewerben. Am Ende ergab es sich, dass ich meine zweiwöchige Reise in der Sportredaktion des Tagesspiegels verbringen würde.

Eigentlich kann ich nicht sagen, dass Sport das größte Interesse meines Lebens ist. Vor dem Praktikum war ich eigentlich ein totaler Sportbanause. Ich hatte halt ein wenig  Basiswissen der Mainstream-Sportarten. Das was man eben im Sportunterricht lernt oder um einen herum hört. Aber viel weiter als das, erstreckte sich mein Wissen eigentlich nicht.  Doch das bedeutete  eigentlich nur, dass mein Praktikum eine schöne Herausforderung werden würde.

Am ersten Tag, bekam ich die verschiedenen Programme für die Print- und Online-Versionen des Tagesspiegels erklärt. Ich denke, dass es wichtig ist, digitaler zu werden, da die neuere Generation sich eher mit Internet und Apps befasst. Trotzdem gibt es immer noch einige Leute, die es bevorzugen, eine Zeitung in der Hand zu haben, anstatt eines Tablet oder eines Laptops auf dem Tisch. Und zwar genau weil so viele  Leute eher digitale Nachrichten lesen, sollte das Layout von den Seiten durchdacht und interessant sein.

Die Außentermine waren besonders interessant

Meine Praktikumserlebnisse beschränkten sich aber nicht nur auf das Büro. Ich war beim Eisbären-Training, bei einer Pressekonferenz für Eisschnelllauf und bei einer Pressekonferenz von Hertha BSC, vor dem Spiel beim Hamburger SV und beim Eishockeyspiel Eisbären Berlin gegen Adler Mannheim, inklusive späterer Pressekonferenz. Das Spiel der Eisbären war ziemlich interessant. Es war mein erstes Live-Sportspiel und es war auf jeden Fall nicht enttäuschend. Ich saß auf einem der Presseplätze, die ziemlich weit oben in der Arena am Ostbahnhof sind, und von den man alles richtig gut sehen kann. Was vielleicht fast genauso faszinierend wie das Spiel selbst war, war die Stimmung und das Mitfiebern der Eisbären-Fans. Das ist wahrscheinlich etwas, dass ich nicht so schnell vergessen werde.

Im Großen und Ganzen ist das Erlebnis wahrscheinlich eines, das ich nicht missen möchte. Ich denke, ich habe einen guten Einblick, wenn auch nur von außen, in das meist stressige, aber auch ein wenig spaßige Alltagsleben des Journalismus bekommen. Ich denke, das ist das angestrebte Ziel eines Praktikums. Dann würde ich mal sagen, Ziel erreicht.

- Yara Abdel-Ghany (14 Jahre) war für zwei Wochen Praktikantin in der Sportredaktion des Tagesspiegel

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