Sport : Schüttler scheitert in der ersten Runde

Christian Tretbar

Paris - Für Rainer Schüttler ist die Sandplatzsaison vorbei. „Und ehrlich gesagt, bin ich auch ganz froh darüber“, sagt der deutsche Tennisspieler. Bei den French Open verlor der an Nummer sieben gesetzte Profi in der ersten Runde gegen den Belgier Xavier Malisse mit 4:6, 5:7 und 4:6. „Dabei fühle ich mich auf Sand gar nicht so unwohl, weil ich konditionell fitter bin als viele andere“, sagte Schüttler. Das war auch bei seinem Spiel gegen Malisse so. „Ich habe mich sehr gut gefühlt, aber ich habe viele Fehler gemacht und einfach schlecht Tennis gespielt.“ Ausgeschieden ist auch Thomas Haas, der dem spanischen Titelverteidiger Juan Carlos Ferrero mit 6:3, 4:6, 4:6, 2:6 unterlag. Nicolas Kiefer, Daniel Elsner, Barbara Rittner und Anna-Lena Grönefeld machten es besser. Sie stehen in der zweiten Runde.

Nur im ersten Satz hatte Schüttler mithalten können. „Im zweiten und dritten Satz hat Malisse zwar schlechter gespielt, das Problem war nur, dass ich auch schlechter wurde“, sagte Schüttler. Die derzeitige Nummer sieben der Weltrangliste machte vor allem mit seiner Rückhand viele Fehler. Im dritten Satz lag er wieder schnell mit zwei Breaks hinten, ehe er sich noch einmal herankämpfen konnte. „Ich habe bis zum Schluss alles gegeben und versucht zu variieren, aber es hat einfach nicht gereicht.“ Dabei lag die Wende in der Luft. Sein Gegner fing an, mit sich zu hadern, und als sich Schüttler auf 3:4 herangekämpft hatte, schleuderte der Belgier seinen Schläger in den Sand. „Er war zu diesem Zeitpunkt schon sehr müde und ließ sich bei langen Bällen viel Zeit“, sagte Rainer Schüttler. Aber der Deutsche konnte keinen Profit daraus schlagen. Als der Belgier Malisse selbst schwierge Bälle erlief, zuckte Schüttler nur noch mit den Schultern.

Sein Trainer Dirk Hordorff war von Schüttlers Auftritt enttäuscht. „Er war natürlich Favorit, und ich habe auch bis zum Schluss an ihn geglaubt, aber es hat eben nicht geklappt.“ Für Schüttler war es bereits die zehnte Erstrundenniederlage in diesem Jahr. „Das macht mir natürlich zu schaffen“, sagte er. „Ich muss jetzt endlich mal wieder zwei, drei Spiele am Anfang eines Turniers gewinnen, dann läuft der Motor wieder.“ Durch das frühe Aus fehle ihm die Matchpraxis. Vielleicht sind aber auch andere Gründe für das Aus verantwortlich: „Ich habe zwar nicht das Gefühl, aber vielleicht stimmt ja doch etwas in der Birne nicht.“

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